Spuren des Goldschatzes aus der Keltenzeit: Diese Klumpen präsentierte das Bayerische Landeskriminalamt nach den Festnahmen der mutmaßlichen Diebe von Manching. Uwe Lein/dpa
Über 2000 Jahre alt sollen die Goldmünzen sein, die im November 2022 aus dem Kelten-Römer-Museum in Manching gestohlen wurden. Nun hat der Prozess gegen die mutmaßlichen Diebe begonnen.
Um die 2000 Jahre lang ruhten die Goldmünzen sicher im Boden der alten Keltensiedlung im oberbayerischen Manching. Ende August 1999 entdeckte man Verfärbungen im Boden, und schließlich konnten Forscher an nur einem Tag mehr als 480 Münzen bergen. Sie bestanden aus hochwertigem Gold, das den Untersuchungen zufolge aus Böhmen kam. 3,7 Kilogramm Gold etwa aus dem Jahr 100 vor Christus – von schier unschätzbarem Wert, wenn man sie als einmaliges historisches Zeugnis begreift. Ungewiss ist, weshalb diese Menge an Münzen im Bereich der einstigen keltischen Siedlung lag. Was die Wissenschaft weiß: dass Manching an Verbindungswegen lag, welche die Kelten-Völker damals nutzten, und dass sie das Gold durch Bergbau und aus Flüssen gewannen. Bis zum 22. November 2022 ruhte dieses glitzernde Zeugnis einer vergangenen Kultur sicher im Kelten-Römer-Museum in Manching – bis es in der Nacht aus dem Gebäude gestohlen wurde. Seit dieser Woche stehen die vier Männer, die des Diebstahls verdächtigt werden, vor dem Landgericht Ingolstadt. Ein Teil des Schatzes wurde bei einem der Männer gefunden – allerdings unrettbar verändert: Die Münzen waren eingeschmolzen worden. Und vom Rest fehlt jede Spur.
:Der Manchinger Golddiebstahl sollte erst der Anfang sein
Im November 2022 stahlen Diebe bei einem spektakulären Einbruch den Keltenschatz aus dem Manchinger Museum. Nun ist klar: Die Bande wollte in weitere Museen einbrechen.