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Kelheim:Neumeyers Zukunft ist noch offen

Anfang November wird Martin Neumeyer, der Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, sein neues Amt als Landrat von Kelheim antreten. Das steht seit Sonntagabend fest. Ob der CSU-Landtagsabgeordnete seinen Job als Integrationsbeauftragter weiter behalten wird, ist hingegen noch völlig offen. Neumeyer solle in Kürze zu einem Gespräch in die Staatskanzlei kommen und ihm mitteilen, wie er sich seine Zukunft vorstelle, sagte Ministerpräsident Horst Seehofer am Montag. Neumeyers Ergebnis bei der Landratswahl nannte Seehofer "famos". Der 61-Jährige aus Abensberg erzielte im ersten Durchgang 51,3 Prozent der Stimmen und entschied sämtliche Städte und Gemeinden für sich - gegen sechs weitere Bewerber. Auf den Plätzen folgten abgeschlagen der frühere Kelheimer Bürgermeister Fritz Mathes (Freie Wähler) sowie Stephan Schweiger (SPD). Neumeyer tritt die Nachfolge von Hubert Faltermeier (FW) an, der nach 24 Jahren nicht mehr kandidierte und den Neumeyer bereits zweimal vergeblich herausgefordert hatte. In der CSU gilt es als wahrscheinlich, dass Neumeyer allenfalls vorübergehend beide Ämter ausüben und die zeitintensive Aufgabe als Integrationsbeauftragter abgeben wird. Der Posten lasse sich mit dem des Landrats kaum vereinbaren. Als Landtagsabgeordneter wird Florian Hölzl nachrücken, ein 31-jähriger Jurist aus Pfeffenhausen im benachbarten Kreis Landshut.

© SZ vom 20.09.2016 / wiw

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