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Katastrophenalarm im Berchtesgadener Land:Feuerwehr kämpft weiter gegen Waldbrand

Waldbrand am Thumsee

Ein Hubschrauber der Polizei über dem Südosthang des Heubergs, der in der Nacht zum Sonntag Feuer gefangen hat.

(Foto: dpa)

Ein Brand in einem Bergwald am Thumsee bei Bad Reichenhall hält die Feuerwehr weiter in Atem. Das Feuer auf dem 25 Hektar großen Waldstück war am späten Samstagabend ausgebrochen, ausgelöst vermutlich von einem Blitz. Das Landratsamt rief am Sonntag Katastrophenalarm aus.

Ein Feuer in einem Wald am Thumsee bei Bad Reichenhall hat die Feuerwehr am Wochenende in Atem gehalten. Der Brand ist nach Angaben der Polizei am Samstagabend gegen 21.30 Uhr vermutlich durch einen Blitzschlag ausgebrochen. Erst am Sonntagmorgen bekam die Feuerwehr ihn mit Hilfe von Löschhubschraubern in den Griff. Die Flammen weiteten sich nicht weiter aus, es rauchte und qualmte aber noch stark, hieß es.

Wegen der schwierigen Lage des Brandorts an einem Steilhang rief das Landratsamt Berchtesgadener Land am Mittag Katastrophenalarm aus. Von dem Brand war eine Fläche von etwa 25 Hektar Wald betroffen. Menschen seien nicht in Gefahr, da der Brandort an einem Steilhang liege, sagte ein Polizeisprecher.

Nach Angaben von Polizei und Landratsamt waren den ganzen Sonntag über 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des THW, der Bergwacht, der Rettungsdienste, der Wasserwacht, der Bundeswehr, der Bundespolizei und der Polizei im Einsatz. Sie bekämpften den Brand tagsüber mit acht Hubschraubern und vom Boden aus. Die Brandbekämpfung aus der Luft werde bis zum Eintritt der Dunkelheit fortgeführt und am Montagmorgen wieder aufgenommen, hieß es in einer Pressemitteilung. Nachts wolle man versuchen, eine weitere Ausbreitung vom Boden aus zu verhindern. Die starke Rauchentwicklung, die Hitze und die Windverhältnisse erschwerten die Löscharbeiten allerdings erheblich.

2007 hatte am Thumsee der Wald schon einmal gebrannt, damals riefen die Behörden sogar den Katastrophenfall aus. Mehr als 40 Stunden hatten die Löscharbeiten damals gedauert. Und auch wenn für den Montag Gewitter mit Regen prognostiziert wurde, zeichnete sich für die Tage darauf wieder ein für den Wald gefährlicher Temperaturanstieg ab.