Kabinettsbildung:Never change ein solides Team

Bayerischer Landtag: Ministerpräsident Markus Söder auf der Regierungsbank

Er bleibt natürlich auch: Markus Söder (CSU), bayerischer Ministerpräsident, sitzt zu Beginn einer Sondersitzung des bayerischen Landtags im Plenarsaal.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Mit der CSU-Riege fürs Kabinett hat Markus Söder keinen Oha-Effekt ausgelöst. Kontinuität nennt der Ministerpräsident das. Fraglich, ob ihn das weiterbringt.

Kommentar von Johann Osel

Markus Söder hat über Wochen ein Geheimnis aus seinem Personaltableau gemacht, nachgesagt wird ihm ja eine diebische Freude an all den Spekulationen, die durch den landespolitischen Betrieb geplappert werden. Und dann das: Am Mittwoch gab der Ministerpräsident die CSU-Riege im Kabinett bekannt, es bleibt nahezu alles beim Alten - kaum überraschende Rochaden, keine spektakulären externen Berufungen aus dem Bundestag, den Kommunen oder gar von außerhalb der Politik. Dabei hätte man optimistisch Geld wetten können, dass sich Söder diesmal wieder einen Oha-Effekt einfallen lässt, zur adäquaten Pflege seines Rufs als pfiffiger Stratege. Söder spricht jetzt von "Kontinuität und Aufbruch", wobei man die "Kontinuität" schon bestens aus dem Wahlkampf kennt, beim "Aufbruch" indes erst mal mit der Lupe hinschauen muss.

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