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JVA Landshut:Flugzeug-Entführer verletzt sich und stirbt

Er hatte eine Stewardess mit einer Rasierklinge bedroht und als Geisel genommen: Nach dem Vorfall in einer Lufthansa-Maschine Anfang April ist ein 28-Jähriger in der JVA Landshut untergebracht worden. Dort ist er nun nach einem Gerangel mit den Beamten gestorben.

Von Thomas Schmidt

Der aus dem Kosovo stammende Flugzeug-Entführer, der Anfang April eine Lufthansa-Maschine in seine Gewalt gebracht und eine Stewardess als Geisel genommen hatte, ist tot. Laut Polizei randalierte der 28-jährige Häftling am vergangenen Samstag in der Justizvollzugsanstalt Landshut. Dabei soll er sein Zellenfenster zerschlagen und sich selbst Schnitte zugefügt haben.

Als die Justizvollzugsbeamten einschreiten wollten, ging er mit einer Glasscherbe auf einen der Beamten los und verletzte ihn am Kopf, berichtet die Polizei. Als die Sicherheitskräfte den Mann schließlich überwältigten, verletzte er außerdem einen Sanitäter. "Der renitente Häftling konnte schließlich zu Boden gebracht und fixiert werden, wobei er weiterhin Widerstand leistete", so die Polizei.

Im "Zuge der Auseinandersetzung" hätten die Beamten dann einen "plötzlich eintretenden Atem- beziehungsweise Herzstillstand" festgestellt. Der in U-Haft sitzende 28-Jährige konnte reanimiert werden, starb jedoch noch am selben Tag im Krankenhaus. Die Todesursache ist unklar. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen und eine Obduktion angeordnet.

© SZ vom 28.05.2014/infu
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