Justizskandal:Kein dringender Tatverdacht - nach 13 Jahren Haft

Lesezeit: 5 min

Justizskandal: Manfred Genditzki wird bei seiner Freilassung am Eingang zur Justizvollzuganstalt Landsberg von Anwältin Regina Rick umarmt.

Manfred Genditzki wird bei seiner Freilassung am Eingang zur Justizvollzuganstalt Landsberg von Anwältin Regina Rick umarmt.

(Foto: Hans Holzhaider)

Manfred Genditzki, vermeintlicher Badewannenmörder, ist aus dem Gefängnis in Landsberg entlassen worden. Alles deutet darauf hin, dass er unschuldig hinter Gittern saß und das Landgericht München versagt hat.

Von Hans Holzhaider, Landsberg

Es ist 11.20 Uhr, als sich das Tor der Justizvollzugsanstalt Landsberg öffnet. Ein großer, schlanker Mann tritt aus dem Schatten heraus ins grelle Sonnenlicht. Jeans, weißes Hemd, die grauen Haare stoppelkurz geschnitten, seine wenigen Habseligkeiten passen in einen kleinen roten Rollkoffer und zwei weiße Plastiktüten. Manfred Genditzki, 62 Jahre alt, ist nach 13 Jahren, 23 Wochen und sechs Tagen im Gefängnis wieder ein freier Mann. Am Tor der Haftanstalt erwartet ihn die Münchner Rechtsanwältin Regina Rick. Manfred Genditzki umarmt die Frau, deren fast zehnjährigen Bemühungen er es verdankt, dass er jetzt zu seiner Ehefrau und seinen drei Kindern zurückkehren kann.

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