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Isar I:Eon meldet nachträglich Brand in Atomkraftwerk

Im niederbayerischen Atomkraftwerk Isar I hat es gebrannt. Knapp eine Woche später meldet der Betreiber Eon den Vorfall, innerhalb der gesetzlichen Frist. Sicherheitsbedenken habe es bei dem Schwelbrand nicht gegeben.

Im Atomkraftwerk Isar I hat es einen Schwelbrand in einem Fass in einer Trocknungsanlage gegeben. Im Fass seien Reststoffe gewesen - vor allem Beschichtungsmaterialien aus Kunststoff, teilte der Betreiber Eon am Donnerstag in Hannover mit. Radioaktive Stoffe seien nicht freigesetzt worden.

Atomkraftwerk Isar 1

Im Atomkraftwerk Isar I hat es gebrannt, Betreiber Eon meldet den Vorfall knapp eine Woche danach.

(Foto: dpa)

Der Brand ereignete sich nach Angaben des Unternehmens bereits am 30. September. Da der Vorfall laut Eon sicherheitstechnisch bedeutungslos war, sei die Meldung knapp eine Woche danach fristgerecht.

Mit Kohlendioxid sei verhindert worden, dass sich die Temperatur in der Wärmekammer erhöht und mit Löschschaum und Wasser wurde das Fass anschließend gekühlt.

Der Meiler in Essenbach bei Landshut zählt zu den ältesten Kernkraftwerken Deutschlands. Die Anlage war nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März heruntergefahren worden und ist seitdem außer Betrieb. Vier andere Atomkraftwerke sind in Bayern noch am Netz, sie liefern 60 Prozent der im Freitstaat erzeugten Strommenge.

© dpa/dapd/infu

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