Inzell ermitteltÖffentlichkeitsfahndung nach Kurpark-Osterei

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Die Gemeinde Inzell fahndet in den sozialen Medien nach dem vermissten Ei.
Die Gemeinde Inzell fahndet in den sozialen Medien nach dem vermissten Ei. Foto: Gemeinde Inzell/Instagram

Wer immer noch Ostereier sucht, hat dabei anscheinend etwas falsch gemacht. Oder das Ei ist einfach gestohlen worden. Der Verkehrs- und Heimatverein im oberbayerischen Inzell würde das Diebesgut jedenfalls zurücknehmen.

Von Matthias Köpf, Inzell

Ostersonntag ist jetzt doch schon einige Tage her. Auch der neue Papst in Rom hat seinen Segen wieder nur urbi et orbi zuteilwerden lassen und nicht urbi, orbi et ovo, der Stadt, dem Erdkreis und dem Ei. Aber der Papst muss ja auch nicht stundenlang Eier suchen dort am Petersplatz oder im Garten von Castel Gandolfo. Und wenn doch, dann hat er dafür sicherlich Personal, die Schweizergarde vielleicht oder ein paar Prälaten und Monsignori in geeigneten Gewändern.

Wer jedenfalls jetzt, wo die Osterferien schon langsam wieder zu Ende gehen, immer noch am Suchen ist, war dabei bisher wohl nicht gründlich genug. Oder es ist etwas anderes schiefgelaufen, so wie in der oberbayerischen Gemeinde Inzell. Die hat für ein einzelnes Ei jetzt sogar eine Art Fahndungsaufruf veröffentlicht.

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Das von der Gemeinde Inzell und dem örtlichen Verkehrs- und Heimatverein gesuchte Ei ist überwiegend gelb gefärbt und mit schwarzer, grüner, weißer und ein bisschen roter Farbe verziert. Eigentlich müsste es noch im örtlichen Kurpark sein. Es wird dort zwar schon eine Weile vermisst. Aber dass es inzwischen ein Marder, eine Krähe oder eine Elster eingesteckt haben könnten oder womöglich auch der Fuchs, nachdem er dem Hasen im Kurpark gute Nacht gesagt hat, das ist recht unwahrscheinlich.

Denn das Ding ist ziemlich groß und eigentlich nur zweidimensional oval. In dritter Dimension ist es so flach wie ein Spiegelei. Es dient weder der Fortpflanzung noch dem Verzehr, sondern sollte dort im Kurpark zusammen mit einigen anderen, ebenfalls von Kindern gebastelten Eiern die Holzbrücke über die Rote Traun schmücken.

Das abgängige Deko-Ei ist, so der von der Gemeinde in den sozialen Medien ohne Unschuldsvermutung geäußerte Verdacht, ist schlicht „entwendet“ worden. Und zwar schon als zweites Ei und „leider nicht vom Osterhasen“, geht es grimmig weiter. Aber der Osterhase hätte das Ei ja höchstens gebracht und nicht entwendet.

Die schlichte Suche ist jedenfalls längst in eine Art Ermittlung übergegangen und nun eben in eine Öffentlichkeitsfahndung. Ein Aktenzeichen gibt es für den ungelösten Fall offenbar noch nicht, aber immerhin schon ein Hinweistelefon beim Verkehrs- und Heimatverein. Der nimmt nicht nur sachdienliche Hinweise entgegen, sondern gerne auch das ganze Ei, welches aber auch einfach und anonym wieder zurück in den Kurpark gestellt werden könne. Dort müsste es dann aber erst noch jemand finden.

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