Innerparteilicher Streit Coburg

In Coburg spaltete sich die CSU im April 2007, von den zuvor 13 christsozialen Stadträten blieben plötzlich nur noch sechs übrig. Peter Reingruber, CSU-Ehrenmitglied, glaubte damals einen Coburger Unternehmer und CSU-Mitglied als "Spaltpilz" wahrzunehmen - dessen Einfluss auf die Partei nehme überhand, befand der bitter enttäuschte Reingruber.

Für die in CSU führte die Spaltung bei der Kommunalwahl 2008 zum Fiasko. Der SPD-Oberbürgermeister setzte sich im ersten Wahlgang durch, für die CSU blieb kein Posten in der Stadtregierung. Das Amt des Dritten Bürgermeisters bekleidet seither ein Mann der CSB, der Christlich-Sozialen Bürger Coburgs. Und deren Fraktionschef, Christian Müller, erklärt: Er würde den Schritt in die Spaltung "jederzeit wieder tun".