Innerparteilicher Streit Freising

Freising

Ende August hat ein politisches Beben die CSU in der oberbayerischen Kreisstadt Freising erschüttert. Damals haben acht Mitglieder, darunter Fraktionschef Tobias Eschenbacher, die CSU-Stadtratsfraktion verlassen. Die Riege der Christsozialen im Stadtrat der Bischofsstadt schrumpfte damit von elf auf drei Mitglieder. Als Grund dürfte die innerparteiliche Niederlage Eschenbachers bei der Wahl des OB-Kandidaten ebenso eine Rolle gespielt haben wie das engagierte Eintreten der Landes-CSU für den Bau einer dritten Startbahn am Münchner Flughafen, was der CSU auf Ortsebene große Probleme bereitet hat.

Inzwischen haben die acht Abweichler, zu denen auch noch eine ehemalige Grünen-Stadträtin gestoßen ist, eine neue Stadtratsfraktion unter dem Namen "Freisinger Mitte" gegründet. Um eine Arbeitsbasis für weitere Mitglieder zu haben, wurde inzwischen auch ein Verein "Freisinger Mitte" gegründet. Das ist genau das Modell, mit dem 1981 die Augsburger CSU-Abweichler ihre ehemalige Partei erfolgreich ins politische Abseits manövriert haben.