KulturpolitikIngolstadt hat demnächst kein großes Theater mehr

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Zum 60. Geburtstag im Januar 2026 war der Ingolstädter Hämer-Bau noch geöffnet. Am 31. Mai beginnt die schrittweise Schließung.
Zum 60. Geburtstag im Januar 2026 war der Ingolstädter Hämer-Bau noch geöffnet. Am 31. Mai beginnt die schrittweise Schließung.
Yvonne Poppek

Lange wurde um die Sanierung des Hämer-Baus gestritten. Nun ist es zu spät. Bayerns fünftgrößter Stadt fehlt das Geld. Bald sperrt das markante Gebäude an der Donau zu. Was bleibt, sind kleinere Spielstätten und ein riesiger Leerstand. Muss das sein?

Von Yvonne Poppek, Ingolstadt

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Der Countdown läuft längst. Stichtag ist der 31. Mai 2026. Dann gehen zum letzten Mal im „Großen Haus“ des Stadttheaters Ingolstadt die Scheinwerfer für eine Vorstellung an. „Kasimir und Karoline“ wird es geben von Ödön von Horváth. Nichts Lustiges also. Vielleicht wäre das auch nicht so passend. Denn nach der Vorstellung knipsen sie im Stadttheater die Lichter für lange Zeit aus in diesem zentralen, markanten Bau an der Donau. Dann hat Ingolstadt keine große Bühne mehr, Bayerns fünftgrößte Stadt mit mehr als 140 000 Einwohnern. Und auch, wenn das Ensemble weiterhin in kleineren Spielstätten auftreten wird, stirbt in diesem Moment etwas weg.

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