Ingolstadt steckt in der tiefsten Krise seit Jahrzehnten. Allein in diesem Jahr klafft im städtischen Haushalt ein Loch von 66 Millionen Euro, weil die Gewerbesteuer-Einnahmen der Autostadt eingebrochen und Ausgaben weiter gestiegen sind. Die Regierung von Oberbayern hat den tiefroten Finanzplan der fünftgrößten Stadt Bayerns nicht genehmigt, die Kommune steht unter Aufsicht. Sie muss drastisch sparen – eine Herkulesaufgabe. Und was macht die Stadtpolitik? Ergeht sich seit Wochen in Machtkämpfen, als wolle man den US-Politthriller „House of Cards“ ins Oberbayerische übersetzen.
Streit im RathausIngolstädter Machtkämpfe mitten in der größten Finanzkrise
Lesezeit: 3 Min.

Austritte, Rückzüge, Machtspiele: Seit der Kommunalwahl gibt es in der Ingolstädter Stadtpolitik heftige Konflikte. In der CSU brechen die Grabenkämpfe offen aus. Und das alles in der tiefsten Finanzkrise der Stadt.
Von Thomas Balbierer
