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Ingolstadt/Landshut:Bund fördert Wasserstoff-Projekte

Als "Wasserstoffregion" können Ingolstadt und weitere Kommunen in Bayern künftig mit Unterstützung des Bundes Konzepte zu dieser Technologie erproben. Die oberbayerische Stadt gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs "HyLand - Wasserstoffregionen in Deutschland" des Bundesverkehrsministeriums. Damit werden im Rahmen eines Nationalen Innovationsprogramms regionale Konzepte für Wasserstoff und Brennstoffzellen im Verkehrsbereich gefördert. Ingolstadt plant mit Partnern jetzt eine Machbarkeitsstudie unter anderem zur Frage, ob ein Einsatz von Wasserstoffantrieb bei kommunalen Nutzfahrzeugen wie Müllabfuhr oder Kehrmaschinen möglich ist und ob die örtliche Raffinerie Stofflieferant dafür sein kann. Die Förderung für das Umsetzungskonzept beträgt 300 000 Euro.

In dem Wettbewerb sollen Erzeugung, Bereitstellung und Verbrauch von - möglichst grünem - Wasserstoff in lokalen Konzepten erprobt werden. Die Ziele des Programms sind laut Ministerium neben dem Klimaschutz auch "der Erhalt und Ausbau der Technologieführerschaft der deutschen Industrie" und "zukunftsfähige Arbeitsplätze". Der Zuschlag sei ein wichtiger Baustein der Strategie, durch Technologie den Standort zu fördern und zu sichern, teilte Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel (CSU) mit. Die Wasserstoff-Initiative trage dazu bei, eine sogenannte Clean City zu werden.

Von den bundesweit insgesamt 16 prämierten Regionen kommen vier aus Bayern; neben Ingolstadt sind das in derselben Kategorie die Landkreise Oberallgäu und Wunsiedel im Fichtelgebirge. Die "Region Landshut" (zusammen mit den Kreisen München und Ebersberg) erhält eine deutlich höhere Förderung für die Verwirklichung eines bereits bestehenden Konzepts. Auch hier ist das Ziel, Wasserstoff in der Region aus erneuerbaren Energien herzustellen und ihn dann auch dort zu verbrauchen, etwa durch die Umrüstung von Regionalbussen.

© SZ vom 14.12.2019 / ojo
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