Ungeklärte MädchenmordeTrotz 150 Hinweisen: Bisher keine heiße Spur im Fall Hurler

Die Leiche der 13 Jahre alten Sonja Hurler wurde 1981 in Kempten gefunden.
Die Leiche der 13 Jahre alten Sonja Hurler wurde 1981 in Kempten gefunden. Polizeipräsidium Schwaben-Süd

Die Polizei geht von einer Verbindung mit einem ähnlich gelagerten Fall in Mittelfranken aus. Nach einer ZDF-Sendung liegen den Ermittlern etliche Hinweise vor. Doch noch ergibt sich daraus kein klares Bild.

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Trotz zahlreicher Hinweise zu zwei ungeklärten Morden an Mädchen in Bayern haben die Ermittler bisher noch keine heiße Spur. Das liege auch daran, dass sich die Hinweise auf Wahrnehmungen aus den 1970er- und 1980er-Jahren bezögen, sagte Sprecher Michael Konrad vom Polizeipräsidium Mittelfranken in Nürnberg. Diese Angaben müssten zunächst überprüft werden, was längere Zeit in Anspruch nehmen könne.

Die Ermittler hatten sich vor gut zwei Wochen in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ an die Bevölkerung gewandt, um neue Erkenntnisse zu den Morden an der 13-jährigen Sonja Hurler in Kempten im Allgäu und der zwölfjährigen Marion Baier im mittelfränkischen Oberasbach (Landkreis Fürth) zu bekommen. „Inwieweit sich aus diesen Hinweisen im Einzelnen neue Ermittlungsansätze ergeben, ist derzeit noch nicht klar“, sagte Konrad.

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Die Polizei geht davon aus, dass derselbe Täter die Mädchen umgebracht hat. In beiden Fällen fanden sich dank neuer kriminaltechnischer Methoden DNA-Spuren, die übereinstimmen. Außerdem bestehen demnach Parallelen zwischen den Taten: In beiden Fällen handelt es sich aus Sicht der Ermittler um Sexualmorde, in der Nähe der Tatorte gab es jeweils ein Fest.

Seit der ZDF-Sendung seien etwa 150 Hinweise eingegangen, sagte Konrad. Darunter seien allgemeine Tipps für die Ermittlungen, aber auch konkrete Hinweise auf Menschen, Firmen oder andere Fälle, die mit den beiden Morden in Verbindung stehen könnten. Diese konkreten Hinweise hätten nun Priorität.

„Die Ermittler in beiden Fällen stehen hierzu natürlich in engem Austausch“, sagte Konrad. Zusätzlich prüften Profiler – also Fallanalytiker – aus München, ob es möglicherweise Überschneidungen mit anderen Tötungs- und Sexualdelikten gebe.

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