Holz - Utting am Ammersee:500 Euro pro Tonne Kohlenstoff: Land fördert Bauen mit Holz

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Utting/München (dpa/lby) - Mit einer Holzbau-Förderprämie von 500 Euro pro Tonne gespeicherten Kohlenstoff in Bauholz will die Staatsregierung den Klimaschutz in Bayern vorantreiben. "Die Förderrichtlinie ist ein Meilenstein für mehr Klimaschutz in Bayern. Denn Holz sei der Roh- und Baustoff der Zukunft, sagte Land- und Fortwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Montag in Utting am Ammersee. Wer mit Holz baue, schütze das Klima. Maximal kann eine Baumaßnahme so mit bis zu 200.000 Euro gefördert werden.

Ziel des neuen Bauzuschusses sei es, den Baustoff Holz aufgrund seiner Klimawirksamkeit noch stärker zu fördern. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Tragwerkskonstruktionen eines Bauwerks überwiegend aus Holz bestehen. Die Menge des gebundenen Kohlenstoffs werde dann berechnet und mit 500 Euro je Tonne gebundener Kohlenstoffmenge in den Holzbauelementen und Dämmstoffen vergütet.

Jedes Holzprodukt - ob Fenster, Kochlöffel, Schreibtisch oder Parkettboden, speichert den Kohlenstoff, den der Baum, aus dem das Produkt gefertigt wurde, der Atmosphäre zuvor entzogen hat. Er bleibt solange gebunden - und damit der Atmosphäre entzogen - wie das jeweilige Holzprodukt bestehen bleibt. Holz hat kann somit zur Reduktion von energiebedingten CO2-Emissionen beitragen.

Bauminister Christian Bernreiter (beide CSU) betonte: "Mit der neuen Bayerischen Förderrichtlinie Holz haben wir einen weiteren wichtigen Baustein nicht nur für den Klimaschutz in Bayern geschaffen, sondern auch für mehr Wohnraum sowie für klimagerechte Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen der sozialen Infrastruktur."

Das neue Holzbauförderprogramm sei ein wichtiger Baustein, um Bayern bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu machen. Der Freistaat übernehme damit eine Vorreiterrolle, da nicht direkt der Baustoff Holz, sondern seine Klimawirksamkeit, also die Speicherung von CO2, gefördert werde, hieß es weiter. Davon profitierten private Bauherren ebenso wie Unternehmen und Kommunen. Förderfähig seien Neubauten ebenso wie Erweiterungen und Aufstockung mehrgeschossiger Wohngebäude.

© dpa-infocom, dpa:220711-99-981161/2

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