Museum Bayerisches Vogtland in HofMuseum sammelt Schimpfwörter und Flüche

Die Ausstellung „Potz! Blitz! Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech“ war schon in Nürnberg zu Gast. Dort konnten sich die Besucher Schimpf- und Spottwörter ausdrucken lassen.
Die Ausstellung „Potz! Blitz! Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech“ war schon in Nürnberg zu Gast. Dort konnten sich die Besucher Schimpf- und Spottwörter ausdrucken lassen.
Foto: Daniel Löb/dpa

„Hundsgunga“, „Debbala“ oder „Laddschkabbm“: Wie flucht und schimpft es sich eigentlich auf Hoferisch? Das will ein Museum ergründen und bittet um Mithilfe der Bevölkerung.

SZ bei Google bevorzugen

Schimpfwörter, Beleidigungen, Kraftausdrücke, Flüche – all das darf man jetzt völlig legal beim Museum Bayerisches Vogtland in Hof loswerden. Denn: Das Museum hat im Herbst eine Ausstellung über das Fluchen und Schimpfen zu Gast.

Und für das Lokalkolorit brauche man mithilfe der Bürgerinnen und Bürger Hofs und der Region noch regionale Ausdrücke, schreiben die Verantwortlichen: Schließlich gebe es ja jede Menge lokaler Beschimpfungen wie „Hundsgunga“, „Debbala“ oder „Laddschkabbm“.

SZ Bayern auf Whatsapp
:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.

Und: Ein Vorurteil besage, dass die Hofer gerne motzen und schimpfen, heißt es weiter. Außerdem wolle man erfahren, wie man aktuell schimpfe und fluche in der Region. Es gebe nun also die einmalige Gelegenheit, „mal ganz ungeniert und ohne Konsequenzen typisch Hoferisch zu fluchen, zu schimpfen und zu beleidigen“.

Im Museum ist im Herbst die Ausstellung „Potz! Blitz! Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech“ zu sehen. Dort wird die jahrhundertelange Fluch- und Schimpfkultur aufgearbeitet. Die Schau war 2024 bis Anfang 2025 bereits im Museum für Kommunikation in Nürnberg zu sehen.

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Fluch-Ausstellung in Nürnberg
:"Die Kulturtechnik der Beschimpfung will gelernt sein"

Shakespeare, Luther und Goethe brachten es mit Kraftausdrücken zur Meisterschaft, deren hässliche Seite heißt heute: "Hatespeech". Zum niveauvollen Verunglimpfen muss man Menschen befähigen, sagt der Sprachforscher Rolf-Bernhard Essig.

SZ PlusInterview von Olaf Przybilla

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: