Hochsicherheitsgefängnis Straubing Geiselnahme unblutig beendet

Aufatmen im Hochsicherheitsgefängnis Straubing: Nach Verhandlungen mit der Polizei ließ ein Sexualverbrecher die seit gestern in seiner Gewalt befindliche Beamtin am frühen Morgen frei.

Eine Geiselnahme im Hochsicherheitsgefängnis von Straubing ist am frühen Morgen unblutig beendet worden. Der Täter konnte gegen 00.35 Uhr zur Aufgabe bewegt werden und befindet sich wieder in seiner Zelle, sagte ein Polizeisprecher. Das Messer, mit dem der Mann eine Beamtin in der Justizvollzugsanstalt bedrohte, wurde sichergestellt. Die Frau ist unverletzt und wird von Psychologen betreut.

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Der 51-Jährige wurde laut Polizei von einer speziellen Verhandlungsgruppe zur Aufgabe bewegt. Auch der Psychologe der Anstalt sei einbezogen gewesen, sagte Polizeisprecher Ludwig Stegerer in der Nacht. Zum Motiv wurden zunächst keine genaueren Angaben gemacht. Es liege nach ersten Erkenntnissen "im persönlichen Bereich".

Der Schwerverbrecher, der eine lebenslange Haftstrafe verbüßt, nahm am gestern Nachmittag die 49-jährige Beamtin in der sozialtherapeutischen Abteilung in seine Gewalt. Die Tat wurde gegen 17.35 Uhr gemeldet. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, darunter ein Spezialeinsatzkommando und speziell für solche Situationen geschulte Beamte. Die JVA war weiträumig abgesperrt.

Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) sagte der SZ, sie werde ihre Ägyptenreise vorzeitig abbrechen und noch in der Nacht zum Mittwoch vorzeitig nach Bayern zurückkehren. Die JVA Straubing ist eine der größten Justizeinrichtungen in Bayern.