Anfang Februar ist eigentlich traditionell die Zeit des Yukon Quest, jenes legendären Hundeschlittenrennens zwischen Whitehorse im kanadischen Yukon und Fairbanks in Alaska in den USA. 1000 Meilen sind die Musher mit ihren Hundegespannen in eisiger Kälte unterwegs, viele trainieren Jahre und Jahrzehnte, um an den Start zu gehen. Neun Tage und 26 Minuten hat das schnellste Team aller Zeiten gebraucht, um die Strecke in Temperaturen unter minus 40 Grad zurückzulegen, überwiegend im Dunklen - denn im hohen Norden zeigt sich die Sonne im Winter nur kurz.
Da hatten des die Teilnehmer des Schlittenhunderennens Unterjoch-Schattwald im Allgäu am Samstag besser: Bei strahlendem Sonnenschein kamen zahlreiche Fans aus verschiedenen Ländern Europas ins bayerisch-österreichische Grenzgebiet.
Wie die Veranstalter berichteten, waren mehr als 100 Teams mit mehr als 500 Hunden angekündigt. Die Rennstrecke verlief von Bad Hindelang im Allgäu in die österreichische Nachbargemeinde Schattwald und zurück.



Die verschiedenen Strecken waren zwischen sechs und 18 Kilometer lang. Der Baden-Würtembergische Schlittenhunde Sportclub, der das zweitägige Rennen organisierte, erklärte, dass die Strecken rund um Bad Hindelang technisch besonders anspruchsvoll seien. Es sei „eines der schwierigsten Rennen der Szene, mit spektakulären Abfahrten“.
Die Musher, die Führer der Hundeschlittengespanne, traten in verschiedenen Klassen gegeneinander an. Die Kategorien unterschieden sich unter anderem dadurch, wie viele Hunde vor den Schlitten laufen.
Am Start waren nicht nur Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, auch etliche Teilnehmer aus Tschechien, Italien, der Niederlande, Polen, Großbritannien und Frankreich waren mit Huskys und anderen Hunderassen gekommen. Im kommenden Jahr ist auf der grenzüberschreitenden Strecke die Austragung der Weitmeisterschaft geplant.



