Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) fordert Jäger dazu auf, in bestimmten Gebieten freiwillig auf die traditionelle Maibockjagd zu verzichten. Bei Wiesenbrütern, deren Arten wie Großer Brachvogel und Uferschnepfe zu den am stärksten gefährdeten im Freistaat gehören, könne die Jagd auf Rehwild erhebliche Störungen verursachen, teilte der Vogelschutzbund mit. Die Folgen seien "erheblicher Stress und zusätzliche Gefahren für die Vögel und ihren gerade schlüpfenden Nachwuchs". Das gelte vor allem, wenn die geschossenen Rehe mit Fahrzeugen aus den Wiesen geborgen werden. Zum Teil würden die Innereien der erlegten Tiere auch liegen gelassen. Das locke nächtliche Beutegreifer, wie den Rotfuchs, an und stelle eine weitere Gefahr für die jungen Wiesenbrüter dar. Im Mai trotz des offiziellen Beginns freiwillig auf die Rehwildjagd zu verzichten, sei deshalb in vielen Rückzugsgebieten der Wiesenbrüter gängige Praxis, hieß es vom LBV dazu weiter. Man fordere die Jäger in anderen sensiblen Revieren dazu auf, "dem guten Beispiel ihrer Kollegen zu folgen".