Die fränkische Bahnstrecke Pegnitz-Hersbruck bleibt wegen maroder Brücken länger gesperrt als ursprünglich angenommen. Die Instandsetzung der Pegnitzbrücken habe sich als technisch deutlich komplexer erwiesen als erwartet, teilte die Deutsche Bahn mit. Daher müsse die Streckensperrung voraussichtlich bis Mitte nächsten Jahres bestehen bleiben.
Die DB Infrago hatte zunächst damit gerechnet, die Strecke bereits von Februar an wieder für den Zugverkehr freigeben zu können. Erste Arbeiten an der Brücke bei Velden zeigten aber, dass die Instandsetzung aufgrund der geologischen Gegebenheiten deutlich aufwendiger sei. Da sich alle betroffenen 18 Brücken hinsichtlich ihrer Konstruktion ähneln, gehe die Bahn nun von erheblich längeren Instandsetzungsarbeiten aus.

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Die DB Infrago arbeite aber mit Hochdruck daran, die Streckensperrung auf den Abschnitt Hersbruck–Neuhaus zu kürzen, sodass Fahrgäste nur noch in diesem Abschnitt auf Busse umsteigen müssen.
Derzeit fahren in dem betroffenen Abschnitt mehr als 60 Busse. Die Züge der RE-Linien 30, 31, 32 und 38 enden von Norden kommend in Pegnitz. Von Pegnitz verkehren dann stündlich Busse mit allen Unterwegshalten über Neuhaus bis nach Hersbruck. Zusätzlich fahren auf den Strecken Bayreuth–Nürnberg, Pegnitz–Nürnberg und Neuhaus–Nürnberg stündlich Direktbuslinien.

Exklusiv Sperrung des Pegnitztals:Bahn-Chaos in Bayern: „Ein Ergebnis organisierter Verantwortungslosigkeit“
Marode Gleise, zu wenig Geld, zu viel Sorglosigkeit: Bayerns Schienennetz ist in schlechtem Zustand. Nun musste die Strecke durchs Pegnitztal kurzfristig gesperrt werden. Was dazu führte, zeigt ein Untersuchungsbericht, den die Bahn selbst in Auftrag gegeben hat.
Zwischen Hersbruck und Nürnberg verkehren auf der rechten Pegnitzstrecke diverse Züge, auf der linken Pegnitzstrecke fahren Züge der S-Bahn Nürnberg. Seit dem 13. Oktober sind zudem wieder durchgängige Fahrten zwischen Nürnberg, Marktredwitz und Hof möglich. Diese Direktverbindungen umfahren die gesperrte Bahnstrecke und nutzen die Strecke über Weiden und Marktredwitz.
Die Bahn hatte die Strecke vom oberfränkischen Pegnitz nach Hersbruck im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land am 19. September aufgrund von Schäden an mehreren Pegnitzbrücken kurzfristig gesperrt. Seither sind Fahrgäste auf den Schienenersatzverkehr mit Bussen angewiesen. Neben der baulichen Stabilisierung und Instandsetzung laufen die Planungen zur grundlegenden Erneuerung der Brücken weiter.

