„Ich freue mich auf meinen Tod“ singt der Bariton Gerrit Illenberger – erschreckend möglicherweise für ein Publikum, das soeben über den sonnigen Chiemsee geschippert ist. Doch so hat man jahrhundertelang empfunden in Mariä Opferung, der Kirche auf Frauenchiemsee aus dem 11. Jahrhundert: dass das Leben nach dem Tod besser werden könnte als das davor. Und so empfand Johann Sebastian Bach in den beiden Kantaten, die Illenberger und das Orchester der Klangverwaltung hier musizieren: in der „Kreuzstabkantate“ BWV 56 wie in „Ich habe genung“ BWV 82, aus der die eingangs erwähnte Arie stammt.
Festspiele auf HerrenchiemseeLeichtgewichtiges Auftaktkonzert
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Traditionsgemäß eröffnen die Herrenchiemsee Festspiele mit Bach auf Frauenchiemsee. Schade nur, dass der Solist abgesagt hat, und das Orchester ziemlich ins Schwimmen gerät.
Kritik von Michael Stallknecht
