Energiekrise in Bayern:Als der Ministerpräsident im Wintermantel vereidigt wurde

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Energiekrise in Bayern: Holz vor der Hüttn: Es kostet viel Arbeit und Mühe, bis das Brennholz aus dem Wald ofenfertig aufgeschichtet werden kann.

Holz vor der Hüttn: Es kostet viel Arbeit und Mühe, bis das Brennholz aus dem Wald ofenfertig aufgeschichtet werden kann.

(Foto: Sebastian Beck)

In Bayern macht sich die Angst vor dem Winter breit. Vor gar nicht so langer Zeit waren die Menschen es noch gewohnt, sich gegen die Kälte abzuhärten. Eine kleine Kulturgeschichte des Heizens und Frierens.

Von Hans Kratzer

"Wie war es früher? Kalt. Wie kalt? Sehr kalt." Man beginnt gleich selber zu frieren, wenn man die ersten Sätze von Albert Sigls Erzählband "Sonnham" liest, in dem er das alte ländliche Bayern beschreibt. Tatsächlich ist es noch gar nicht lange her, dass Menschen in ihren Häusern gefroren haben. Innerhalb weniger Jahrzehnte aber wurden die Segnungen der Zentralheizung so selbstverständlich, dass eine Abkehr kaum noch vorstellbar ist. Wenn da nicht die Weltpolitik wäre, die das Undenkbare wieder näher rückt. Russlands Kriegsherr Putin drosselt die Gaslieferungen, die Deutschen stehen vor einer Energiekrise. Dass Menschen wie früher in ihren Wohnungen frieren - das ist nicht mehr ausgeschlossen.

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