Holzpenis in Heimenkirch:"Das passt doch: Wir sind eine potente Gemeinde"

Wieder ist ein Holzpenis im Allgäu aufgetaucht

Wieder ist ein Holzpenis im Allgäu aufgetaucht: diesmal in Heimenkirch.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Erst auf dem Grünten, nun in Heimenkirch: Unbekannte haben wieder einen Holzpenis aufgestellt. Der Bürgermeister der schwäbischen Gemeinde will ihn aber nicht zersägen, er freut sich.

Von Florian Fuchs

In einem Kreisverkehr darf üblicherweise nichts stehen, was Verkehrsteilnehmer ablenken könnte. Insofern wird es das Staatliche Bauamt in Kempten wohl schwer haben, eine Begründung zu finden, wonach der Holzpenis, den Unbekannte in Heimenkirch aufgestellt haben, dort bleiben darf. Aber vielleicht tut den Beamten der Erbauer ja den Gefallen und nimmt seine Skulptur bald wieder mit. So ist es in jüngster Zeit öfter geschehen im Allgäu und in der Bodenseeregion, zuletzt in Ravensburg. Natürlich erinnert auch der neue Holzpenis an seinen berühmten Vorgänger, die Skultpur auf dem Grünten. Der dortige Penis wurde mehrmals umgeworfen, wieder aufgestellt, entfernt, ersetzt und zersägt.

Ein solches Theater ist in Heimenkirch im Landkreis Lindau nicht zu erwarten. Der Bürgermeister der Gemeinde, Markus Reichart (Grüne), jedenfalls freut sich: "Aber das passt doch: Wir sind eine starke und potente Gemeinde - und jetzt ist die Zeit für Frühlingsgefühle." Unklar bleibt, was die Schöpfer mit ihren Skulpturen sagen wollen. Vielleicht freuen sie sich ja auch nur, dass jetzt wieder Spargelzeit ist.

© SZ vom 26.04.2021/sonn
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