HauzenbergFrüherer Gemeindepfarrer will Priesteramt niederlegen

Das Bistum Passau habe die Bitte um Entlassung aus dem Klerikerstand erhalten, teilte eine Sprecherin der Diözese auf Anfrage mit
Das Bistum Passau habe die Bitte um Entlassung aus dem Klerikerstand erhalten, teilte eine Sprecherin der Diözese auf Anfrage mit Armin Weigel/dpa

Im Bistum Passau ist im Frühjahr ein Konflikt um einen Pfarrer einer niederbayerischen Gemeinde hochgekocht. Nun hat der Geistliche einen drastischen Schritt unternommen.

In Niederbayern will der frühere Gemeindepfarrer von Hauzenberg, Alexander Aulinger, sein Priesteramt nach eigenen Angaben aufgeben. Im Frühjahr waren in seiner damaligen Pfarrei Konflikte aufgekommen. Das Bistum Passau habe die Bitte um Entlassung aus dem Klerikerstand erhalten, teilte eine Sprecherin der Diözese auf Anfrage mit. Wie mit dem Antrag formal verfahren wird, soll sich demnach in den kommenden Tagen klären.

Zuvor hatte Holm Putzke, Rechtsbeistand des Mannes, darüber informiert, dass der Priester beim Passauer Bischof Stefan Oster einen Antrag auf Laisierung gestellt hat. Unter Laisierung versteht man in der katholischen Kirche, dass ein Priester seine Rechte und Pflichten als Kleriker verliert.

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Im März hatte Oster dem Priester untersagt, im Bistum Eucharistie zu feiern, Sakramente zu spenden und als Seelsorger aufzutreten. Hintergrund waren Vorwürfe gegen den Pfarrer in Bezug auf seine Jugendarbeit, es geht unter anderem um Alkoholkonsum.

Über seinen Rechtsbeistand hatte der Pfarrer sämtliche Vorwürfe zurückweisen lassen. Die Staatsanwaltschaft, der das Bistum den Sachverhalt nach eigenen Angaben übergeben hatte, teilte mit, dass nach einem Vorermittlungsverfahren kein Anfangsverdacht für eine Straftat vorliege.

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