Am 3. Oktober 2022 beginnen die Rechtsmediziner der LMU München wenige Minuten vor Mitternacht eine Obduktion. Vor ihnen liegt die Leiche einer jungen Frau, die knapp neun Stunden zuvor im Fluss Prien bei Kaltenbach gefunden wurde. Sie trägt Turnschuhe, Socken, Unterwäsche, ein schwarzes Oberteil. An der Stirn ist am Haaransatz eine Platzwunde zu erkennen, auf einem Unterarm ein Stempel der Disco "Eiskeller" in Aschau im Chiemgau. Dort, wird den Gerichtsmedizinern berichtet, sei die junge Frau am Morgen noch um 1 Uhr auf der Tanzfläche gesehen worden. Mehr wissen die Rechtsmediziner zunächst nicht.
Mordfall in AschauVerletzungen von Hanna W. stellen Rechtsmediziner vor Rätsel
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Könnte der Tod der Studentin auch durch einen Sturz verursacht worden sein? Unwahrscheinlich, so lautet das Ergebnis der Obduktion. Doch ihre Blessuren finden die Experten "ganz eigenartig".
Von Benedikt Warmbrunn, Traunstein
