Prozessauftakt in Schweinfurt:Ein "Guru" soll mit Gewalt angebliche Dämonen ausgetrieben haben

Prozessauftakt in Schweinfurt: Der Besucherandrang vor dem Landgericht Schweinfurt ist am Montag groß. Dort hat der Prozess gegen den "geistigen Führer" einer alternativen Wohngemeinschaft begonnen.

Der Besucherandrang vor dem Landgericht Schweinfurt ist am Montag groß. Dort hat der Prozess gegen den "geistigen Führer" einer alternativen Wohngemeinschaft begonnen.

(Foto: Heiko Becker/dpa)

Schlafentzug, körperliche Züchtigung, Vergewaltigung: Mit brutalen Methoden soll Kai K. in einer alternativen Lebensgemeinschaft seine Ideologie durchgesetzt haben. Nun steht er wegen Vergewaltigung und Körperverletzung vor Gericht.

Von Patrick Bauer und Eva Hoffmann

Die Öffentlichkeit hat Kai K., den manche einen geistigen Führer, ein Lichtwesen oder auch Guru nennen, viele Jahre gemieden. Aber zu Prozessbeginn am Landgericht Schweinfurt, vor dem sich K. seit diesem Montag wegen ihm vorgeworfener Vergewaltigung in vier Fällen, gefährlicher Körperverletzung in drei und vorsätzlicher Körperverletzung in 33 Fällen verantworten muss, beklagen seine Verteidiger: zu wenig Öffentlichkeit.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusLandgericht Kempten
:"Der Angeklagte hat die unfassbare Tat begangen"

Zum Prozessauftakt räumt der 31-jährige Mann den brutalen Angriff auf zwei Frauen am Schloss Neuschwanstein ein. Durch die Auswertung seines Handys können die Ermittler das Verbrechen teils minutiös rekonstruieren - und finden schockierende Bilder und Videos. Unter anderem eines von der Tat selbst.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: