Animal rebellion könnte man mit Tier-Aufstand übersetzen. Am Montag war „Animal Rebellion“ auf dem Hof des bayerischen Bauernverbandspräsidenten Günther Felßner, was nicht bedeutet, dass die Rinder dort, wie in der „Farm der Tiere“ von George Orwell, die Regie übernommen hätten. „Animal Rebellion“ (AR) ist ein Zusammenschluss von Aktivisten, der mit „Extinction Rebellion“ (XR) kooperiert. Das Bündnis will mit zivilem Ungehorsam auf den Zusammenhang von Klimawandel und Tierrechten aufmerksam machen. Gefordert wird etwa ein rein pflanzenbasiertes Ernährungssystem und der Stopp aller Subventionen in die Tierindustrie. Die geplante Ernennung von Felßner zum Bundeslandwirtschaftsminister nahm die Gruppe zum Anlass, auf dem Hof von Felßner Banner aufzuhängen und Feuer zu entzünden. In der Pressemitteilung rechtfertigt sich AR damit, dass alles friedlich verlaufen sei, man sei ein Bündnis mit der Vision einer friedlichen Welt. Das in mehreren regionalen Gruppen organisierte Bündnis mit dem Logo eines stilisierten Rinderkopfes protestiert nicht nur gegen Nutztierhaltung, AR tauchte auch schon bei der Messe Partner Pferd in Leipzig oder bei Jagdveranstaltungen auf.
Aktuelles LexikonAnimal Rebellion

Bündnis von Aktivistinnen und Aktivisten, die mit radikalen Methoden für eine pflanzenbasierte Ernährung kämpfen. Jüngst auf dem Hof des bayerischen Bauernverbandspräsidenten.
Von Johanna Pfund
