Politik Grüne wählen Hallitzky erneut zum Landeschef

Im Amt bestätigt: Eike Hallitzky wird in den nächsten zwei Jahren Landeschhef der bayerischen Grünen bleiben.

(Foto: dpa)

Die Delegierten haben Eike Hallitzky auf ihrem Parteitag mit deutlicher Mehrheit für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Sigi Hagl wird ihren Co-Vorsitz im Herbst niederlegen.

Die bayerischen Grünen haben den bisherigen Landeschef Eike Hallitzky für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Bei der Wahl auf dem Landesparteitag am Sonntag im mittelfränkischen Bad Windsheim erhielt Hallitzky 194 von 313 Stimmen. Für seinen Gegenkandidaten Beppo Brem votierten 110 Delegierte. Es gab drei Enthaltungen und sechs Nein-Stimmen.

"Ich freue mich über die Bestätigung meiner Arbeit in den letzten Jahren und nehme das Ergebnis als Ansporn, die starke Position der Grünen in Bayern auszubauen", sagte der 59-Jährige nach seiner Wahl. Neben der Umweltpolitik wolle er die "stark gestiegene Kompetenz" der Grünen für den sozialen Zusammenhalt weiter ausbauen.

Neben Hallitzky bleibt Sigi Hagl bis Oktober Co-Vorsitzende. Sie kündigte an, dann nicht mehr zu kandidieren, weil sie sich bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr mit aller Kraft für das Amt der Oberbürgermeisterin in ihrer Heimatstadt Landshut bewerben wolle. Bei den Grünen werden die beiden Chefposten immer für zwei Jahre vergeben und getrennt voneinander gewählt.

Am Samstag hatten sich die bayerischen Grünen auf ihrem Parteitag auf die Europawahl am 26. Mai eingestimmt und sich als europafreundliche Partei präsentiert. Die bayerische Europa-Spitzenkandidatin Henrike Hahn sagte, 70 Jahre lang sei die Europäische Union (EU) der Garant für Frieden und Freiheit gewesen, doch jetzt müssten die Werte und Errungenschaften der EU gegen Rechtspopulisten verteidigt werden.

Die EU sei ein starkes Instrument, um im Klima- und Naturschutz voranzukommen, sagte die Unternehmensberaterin. Die Subventionspraxis in der Landwirtschaft müsse aber verändert werden. Derzeit komme sie besonders den großen Betrieben zugute und bringe Umweltzerstörung, Höfesterben und Industrialisierung. "Wir wollen etwas Anderes: Wir wollen unsere Insekten und Vögel schützen ohne Glyphosat und giftige Pestizide."

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