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Großeinsatz der Polizei:Amokdrohung an Realschule in Straubing

Auf den Tag genau zehn Jahre nach dem Amoklauf an einer Erfurter Schule gibt es in Niederbayern Drohungen gegen Schüler und Lehrer. Die Polizei hat eine Realschule in Straubing durchsucht.

Aufregung an der Jakob-Sandtner Realschule im niederbayerischen Straubing: Eine anonyme Amokdrohung hat am Morgen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.

Mindestens zehn Polizeiautos standen vor dem Schulgebäude, berichtete das Straubinger Tagblatt. Wie ein Polizeisprecher zu Süddeutsche.de sagte, wurde das komplette Gebäude nach "gefährlichen Gegenständen" abgesucht. Die Beamten kontrollierten Schüler und durchsuchten Ranzen - doch gefunden wurde nichts. Kurz nach 10 Uhr gab die Polizei Entwarnung. Nach der großen Pause soll der Unterricht regulär weitergehen, sagte der Sprecher.

Während des Einsatzes waren die Schüler mit ihren Lehrern in den Klassenräumen. Nach der Durchsuchung seien dies die sichersten Plätze in der Schule gewesen, sagte der Polizeisprecher. Den Einsatzkräften zufolge war eine Gefährdung für Schüler oder Lehrer nicht erkennbar.

Ein Unbekannter hatte am Morgen Zettel an der Schule angebracht und Schüler und Lehrer bedroht. Den konkreten Wortlaut der Androhung veröffentlichte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht.

Der Polizeisprecher schloss nicht aus, dass ein Zusammenhang zum Jahrestag des Amoklaufs am Erfurter Gutenberg-Gymnasium besteht, der sich an diesem Donnerstag zum zehnten Mal jährt. Er betonte, dem Verfasser der Nachricht drohen eine Geld- und eine Haftstrafe.