Grippewelle in BayernFast vier Mal so viele Infektionen wie in der Vorsaison

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Lüften, Hände waschen, Hustetikette einhalten – oder auch impfen. Das sind gute Ratschläge, die das Risiko einer Infektion mindern.
Lüften, Hände waschen, Hustetikette einhalten – oder auch impfen. Das sind gute Ratschläge, die das Risiko einer Infektion mindern. (Foto: Fabian Sommer/dpa)

Die Grippewelle ist in Bayern früher losgegangen als in den Vorfahren. Aber es ist noch nicht zu spät, um sich gegen eine Ansteckung zu wappnen.

Hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, bleierne Müdigkeit – die Grippewelle ist in diesem Jahr deutlich früher gestartet und hat mehr Menschen erkranken lassen. Für eine Impfung sei es trotzdem noch nicht zu spät, sagen Fachleute. Auch bestimmte Verhaltensregeln können vor einer Ansteckung schützen.

Die Saison sei in diesem Jahr bereits Ende November losgegangen und damit zwei bis drei Wochen früher als in den beiden Vorjahren, teilt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit.

Allein in der 50. Kalenderwoche bis einschließlich 14. Dezember gab es den Angaben zufolge 3458 neu gemeldete Influenzafälle und damit mehr als in den Wochen zuvor insgesamt. In der kompletten Saison 2025/26 wurden damit inzwischen bereits 6978 Fälle gezählt. In der Vorsaison seien bis zum 8. Dezember knapp 900 Fälle gezählt worden.

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Die Dunkelziffer ist jedoch wie bei anderen Virus-Infektionen hoch, da nicht alle Erkrankten zum Arzt gehen und sich testen lassen. Zusätzlich untersucht das LGL an 21 Messstationen das Abwasser auf Influenza-, Corona- und RS-Viren. Die Untersuchungen zeigen aktuell eine sehr hohe Viruslast.

Da die Grippesaison voraussichtlich noch einige Wochen anhalten werde, sei auch jetzt noch eine Impfung ratsam, heißt es vom LGL. Danach dauere es zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut sei. Sollte in einer Arztpraxis aktuell kein Impfstoff verfügbar sein, sollte man sich an andere Praxen oder Apotheken wenden, empfiehlt das LGL.

Wegen der erhöhten Nachfrage kann es nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums zeitweise zu lokalen oder regionalen Engpässen kommen. „Dies bedeutet aber keinen generellen Versorgungsengpass“, sagt ein Ministeriumssprecher.Vor Ansteckung schützt dem LGL zufolge außerdem: Abstand halten, regelmäßiges Lüften, Nies- und Hustenetikette sowie sorgfältiges Händewaschen. Auch eine Maske könne vor Infektionen schützen.

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