An Bayerns GrenzenZahl der unerlaubten Einreisen geht deutlich zurück

Lesezeit: 1 Min.

Natürlich auch rund um die Pressekonferenz von Markus Söder und Joachim Herrmann verrichteten die Polizisten am Grenzübergang Waidhaus ihren Dienst ganz vorbildlich.
Natürlich auch rund um die Pressekonferenz von Markus Söder und Joachim Herrmann verrichteten die Polizisten am Grenzübergang Waidhaus ihren Dienst ganz vorbildlich. Armin Weigel/dpa

Kurz vor den Kommunalwahlen vermeldet die Staatsregierung einen merklichen Rückgang bei der illegalen Migration – und sieht das als Erfolg ihrer Politik.

Die bayerische Grenzpolizei hat – wie auch die Bundespolizei – im vergangenen Jahr deutlich weniger unerlaubte Einreisen festgestellt als ein Jahr zuvor, nämlich 1902. Das entspricht einem Rückgang um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024, da waren es 2385 gewesen. Die Zahl der Schleuserfälle ging um über 34 Prozent auf 105 zurück. Diese Zahlen präsentierten Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) bei einem Termin am Grenzübergang Waidhaus.

„Diese Zahlen belegen deutlich: Unsere Grenzkontrollen wirken und sorgen für einen spürbaren Beitrag zur Eindämmung illegaler Migration“, sagte Herrmann. „Gleichzeitig ist die bayerische Grenzpolizei sehr erfolgreich im Kampf gegen menschenverachtende Schleuser und Waffen- und Drogenschmuggler.“

SZ Bayern auf Whatsapp
:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.

Söder betonte: „Das Schützen von Grenzen ist eine zentrale Aufgabe, die ein Staat erfüllen muss.“ Ein erfolgreicher, starker Rechtsstaat brauche den Schutz vor Kriminalität und brauche den Schutz auch vor illegaler Migration. „Die Grenzpolizei ist da ein Schutzwall. Sie zeigt der illegalen Migration konsequent die rote Karte und sie hilft auch bei der Bekämpfung der Kriminalität.“

Im gesamten Jahr 2025 gelangen der bayerischen Grenzpolizei zudem 20 805 Fahndungstreffer, etwa weil ein Haftbefehl vorlag oder ein Fahrzeug wegen Diebstahls zur Fahndung ausgeschrieben war. Das entspricht einem Plus von knapp zwölf Prozent – im Jahr zuvor waren es 18 623 Fahndungstreffer. Die Zahl der an den Grenzen festgestellten Rauschgiftdelikte ging zurück, von 2294 auf 2091 Fälle. Dafür registrierte die Grenzpolizei an den Landgrenzen nun 1179 Waffen- und Sprengstoffdelikte – 2024 waren es 1027. Es wurden 1039 (2024: 930) Waffen und verbotene Gegenstände sichergestellt.

Die bayerische Grenzpolizei ist derzeit an insgesamt zwölf Grenzübergängen zu Österreich und zu Tschechien sowie an den Flughäfen Nürnberg und Memmingen im Einsatz. Sie unterstützt damit die eigentlich zuständige Bundespolizei. Die hatte Anfang Januar bereits Zahlen für 2025 genannt. Demnach sank die Zahl der festgestellten illegalen Einreisen an allen deutschen Land-, Luft- und Seegrenzen von 83 572 im Jahr 2024 auf zuletzt 62 526 Fälle.

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

CSU vor den Kommunalwahlen
:Einst über 50 Prozent – und bald unter 30?

Das Erstarken der AfD dürfte die CSU auch bei den Kommunalwahlen Stimmen kosten. Dabei braucht Parteichef Markus Söder dringend einen Erfolg. Oder zumindest ein Ergebnis, das man als Erfolg verkaufen kann.

SZ PlusVon Thomas Balbierer und Johann Osel

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: