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Prozessauftakt:Mann bestreitet Misshandlung

Ein wegen Mordes in Würzburg angeklagter Mann hat vor dem Landgericht bestritten, das Baby seiner Freundin tödlich misshandelt zu haben. "Ich bin vom Wesen her gar nicht in der Lage, das zu tun", sagte er zu Prozessauftakt am Mittwoch. Weder habe er den acht Monate alten Säugling kurz vor Weihnachten 2019 geschlagen, noch mutwillig erstickt. Auch die Vorwürfe, den Buben in den Wochen zuvor misshandelt zu haben, wies der 23-Jährige von sich. Er will das Kind lediglich manchmal unsanft behandelt haben. Kurz vor seinem Tod habe der Junge geschrien, er habe ihm eine Bettdecke fest um den Körper gebunden bis unter den Mund. Der Angeklagte sagte dazu, er habe Angst, den Tod des Kindes verursacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, das Kind im Raum Gemünden am Main (Landkreis Main-Spessart) mit stumpfer Gewalt malträtiert und erstickt zu haben.

© SZ vom 29.10.2020 / dpa/van

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