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Glatte Straßen:Mehr als 200 Unfälle in Bayern

  • Das winterliche Wetter hat am Wochenende den Verkehr in Bayern behindert und zu mehr als 200 Unfällen geführt. Unzählige Fahrer verloren auf eisglatter Straße die Kontrolle über ihren Wagen.
  • Im Kreis Kitzingen wurden zwei Menschen schwer verletzt. Die meisten anderen Unfälle gingen glimpflich aus.
  • In Schwaben blieben Behinderungen durch Glätte aus. Dafür gab es hier Hochwasser.

Viele Unfälle in Mittelfranken

Schneefälle, Eisglätte und starker Wind haben den Autofahrern in Bayern am Wochenende schwer zu schaffen gemacht; es kam zu mehr als 200 Unfällen. Allein in Mittelfranken zählte die Polizei in der Nacht zum Sonntag 60 Unfälle mit insgesamt 3 Leichtverletzten. Auf den Straßen Niederbayerns krachte es zwischen Samstagnachmittag und Sonntagmorgen 79 Mal, zehn Menschen wurden verletzt.

Nach Angaben der Polizei landeten viele Autos im Graben oder fuhren gegen Leitplanken oder Bäume. Lastwagen, die an Hügeln wegen der Glätte stehenblieben, behinderten den Verkehr. Unter der Last des nassen Schnees knickten zahlreiche Bäume um. Winterdienste und Feuerwehr waren im Dauereinsatz.

In Schwaben blieben Behinderungen durch Glätte aus. Dafür überflutete aber Hochwasser mancherorts die Straßen, darunter kurzzeitig auch die Autobahn 7 bei Kempten.

Zwei Schwerverletzte bei Wiesentheid

Auf der Autobahn 3 bei Wiesentheid (Landkreis Kitzingen) übersah ein 39-jähriger Sattelzugfahrer beim Überholen im Schneegestöber einen Wagen. Das Auto schleuderte nach dem Zusammenstoß gegen die Mittelschutzplanke. Beide Insassen, ein 50-Jähriger und eine 66-Jährige, wurden schwer verletzt.

Auch wegen des Rückreiseverkehrs kurz vor Ende der Winterferien gab es auf der A3 bis zu 25 Kilometer zähfließenden Verkehr.

Die Rückreisewelle sorgte am Samstag rings um München - auf der A99 und der A9 - für Behinderungen. Auch an der deutsch-österreichischen Grenze bei Kiefersfelden stockte der Verkehr. An der Tunnelgrenze zwischen Nesselwang und Füssen stauten sich die Fahrzeuge auf bis zu sieben Kilometer. Geduld brauchten die Autofahrer am Samstag auch auf der A7 beim Dreieck Allgäu und auf der A3 bei Nürnberg und Regensburg.

© SZ.de/dpa/tba

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