Es ist angerichtet in Abensberg: Wie jedes Jahr im September findet sich Politprominenz auf dem Gillamoos ein – und ledert in Richtung der anderen. Was in den Bierzelten auf dem Volksfest passiert, beobachten unsere Reporter vor Ort im Niederbayerischen.
Wichtige Updates
Beatrix von Storch: „Wir wickeln euch alle gemeinsam ab“
Hubert Aiwanger will „diese Versager in Brüssel stoppen“.
Alexander Dobrindt: „Wir überlassen den Pessimisten nicht die Bühne.“
Grüne: Katharina Schulze fordert AfD-Verbotsverfahren
Jetzt haben alle gesprochen, die sprechen wollten. Hiermit beenden wir die Live-Berichterstattung vom Gillamoos 2026 und bedanken uns für das große Interesse.
Hier noch mal die Zusammenfassung:
Hier noch mal die Zusammenfassung:
Söder: „Die Welt geht nicht unter, auch nicht wegen gestern.“
CSU-Chef Söder sagt, er verspreche, dass das Land aus den aktuellen Krisen stärker herauskomme. Das große Ziel sei, dass man irgendwann sagen und hören könne, es seien zwar schwere Zeiten gewesen, man habe das aber doch gut überstanden. Die CSU mache in Bayern „Volldampf“, auch Berlin müsse „einen Zacken zulegen“. Klar sei aber: Seine Partei sei "kein Ableger von Berlin, kein Filialist", der Anweisungen entgegennehme. Und man sei auch keine Partei, die nur im Bierzelt rede und sonst nichts zu sagen habe.
Noch ein abschließendes Wort, bevor das Bierzelt Bayern- und Nationalhymne anstimmt, zur Wahl in Sachsen-Anhalt: „Die Welt geht nicht unter, auch nicht wegen gestern.“
Noch ein abschließendes Wort, bevor das Bierzelt Bayern- und Nationalhymne anstimmt, zur Wahl in Sachsen-Anhalt: „Die Welt geht nicht unter, auch nicht wegen gestern.“

Markus Söder. IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Bayerns AfD-Chef Stephan Protschka: „Den Kanzler jagen wir zum Teufel“
Gegen Ende spricht der AfD-Landeschef Stephan Protschka. Die Wahl in Sachsen-Anhalt werde „einen Domino-Effekt“ haben, in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, wo die nächsten Landtagswahlen stattfinden. Auch den bayerischen Ministerpräsidenten werde die AfD dorthin „zurückschicken, wo er hergekommen ist“, dann „kann er sich verkriechen“.
Die CDU gehöre „auf den Müllhaufen der Geschichte“, sagt Protschka. „CDU/CSU ist vorbei.“ Man müsse endlich „aufräumen“ in Deutschland. Den Kanzler „jagen wir zum Teufel“.
Die CDU gehöre „auf den Müllhaufen der Geschichte“, sagt Protschka. „CDU/CSU ist vorbei.“ Man müsse endlich „aufräumen“ in Deutschland. Den Kanzler „jagen wir zum Teufel“.

Stephan Protschka, Landesvorsitzender der AfD Bayern und Bundestagsabgeordneter. Sven Hoppe/dpa
Beatrix von Storch verharmlost Klimawandel
Beatrix von Storch spricht über den Klimawandel („gibt es schon immer“), die aktuelle Wirtschaftspolitik („ökonomischer Suizid“), den Kanzler („Er kann es nicht“). Über die Regierenden sagt die AfD-Fraktionsvize im Bundestag: „Alle in einen Sack und sie treffen immer die Richtigen. Herr Söder ist da natürlich auch mit dabei.“
Für Storch gehört der CSU-Chef zu jenen, die die Kernenergie „zerstört“ haben. Die AfD werde Gesetze erlassen, die dieses „eklatante Verbrechen“ bestrafen. Söder sei „immer vorne mit dabei, wenn irgendwo irgendwas falsch läuft.“ Auch in Bayern „färben sich die Wahlkreise langsam blau“, sagt Storch.
Für Storch gehört der CSU-Chef zu jenen, die die Kernenergie „zerstört“ haben. Die AfD werde Gesetze erlassen, die dieses „eklatante Verbrechen“ bestrafen. Söder sei „immer vorne mit dabei, wenn irgendwo irgendwas falsch läuft.“ Auch in Bayern „färben sich die Wahlkreise langsam blau“, sagt Storch.

Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion. Sven Hoppe/dpa
Aiwanger erwähnt die AfD kein einziges Mal
Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger wäre gern bei der Bundesregierung dabei. Sagt er selber im Weißbierstadl. Aber so bleibt es an diesem Montag bei einem patriotischen Bekenntnis: „Gott beschütze Bayern, Gott beschütze Deutschland“, so beschließt Aiwanger seine Rede. Danach stimmt der Weißbierstadl die Bayern- und dann die Deutschlandhymne an.
Damit ist der Politische Gillamoos bei den Freien Wählern zu Ende. Der Schlussapplaus ist laut, wieder ein paar „Hubert“-Rufe, aber nicht frenetisch – vielleicht war die einstündige Rede manchen Gästen einfach zu lang. Die AfD hat Aiwanger übrigens kein einziges Mal mit Namen erwähnt – dafür umso öfter Manfred Weber von der CSU.
Damit ist der Politische Gillamoos bei den Freien Wählern zu Ende. Der Schlussapplaus ist laut, wieder ein paar „Hubert“-Rufe, aber nicht frenetisch – vielleicht war die einstündige Rede manchen Gästen einfach zu lang. Die AfD hat Aiwanger übrigens kein einziges Mal mit Namen erwähnt – dafür umso öfter Manfred Weber von der CSU.

0Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Landes- und Bundesvorsitzender und stellvertretender Ministerpräsident in Bayern. Daniel Karmann/dpa
Luisa Brünger
Die SPD will sich nicht kleinreden lassen
Abschluss im SPD-Festzelt: „Lassen wir uns von den anderen nicht kleinreden“, ermuntert Generalsekretärin der Bayern-SPD, Kathrin Pollack den Saal. Dann, fast trotzig: „Wir sind nicht klein.“
Währenddessen strömen die ersten strömen schon aus dem Zelt – da gibt es gleich Selfies mit Hubertus Heil.
Währenddessen strömen die ersten strömen schon aus dem Zelt – da gibt es gleich Selfies mit Hubertus Heil.
Söder gibt den Landesvater und fordert mehr Leistungsbereitschaft
Söders Rede wird zum Themen-Rundumschlag, Wirtschaft, Migration und Sicherheit, ländlicher Raum. Er lobt seine Hightech-Agenda in Bayern, dafür sei er anfangs „belacht, angegangen, bewitzelt“ worden. „Heute sind wir die erfolgreichste Technologieregion in Europa.“ Oder anders: „Da sind wir geil unterwegs“. In Bayern geschehe das alles in Kombination mit der Tradition, „Laptop und Lederhosen“. Er werde auch ganz sicher keine christlichen Feiertage abschaffen. „Und Bayern ohne Blasmusik ist völlig unvorstellbar.“ Was da sicher nicht gespielt werde: die DDR-Hymne, wie neulich bei einer AfD-Veranstaltung in Ostdeutschland.
Keine billigen Sprüche auf Kosten der Grünen
Der CSU-Chef plädiert, wie schon in der Vergangenheit, für mehr Wochenarbeitszeit, eine Stunde. „Freunde mal ganz ehrlich, wenn wir den Wohlstand erhalten wollen, was wären da zwölf Minuten am Tag. Ein bisschen mehr Fleiß, ein bisschen mehr Leistung und wir stehen schnell wieder oben auf dem Treppchen.“
Was auffällt: alles ziemlich sachlich, ein paar Gags am Rande, aber keine billigen Sprüche etwa auf Kosten der Grünen. Trotzdem ist die Rede energiegeladen. Söder gibt den Landesvater.

Peter Kneffel/dpa
Aiwanger fordert Zukunftsperspektiven für die Jugend
Eine gute Nachricht bei den Freien Wählern im Weißbierstadl: Zuletzt haben sich wieder mehr junge Menschen für eine Karriere im Handwerk entschieden. Ja, es brauche Menschen, die studierten, sagt Hubert Aiwanger. Aber ihm sei ein Handwerker lieber als jemand, „der zehn Jahre studiert hat und nicht weiß, was er will“. "Hubert, Hubert, Hubert", schallt es von einigen Bänken zurück.
Andere Gäste schauen eher so, als dächten sie bei Begriffen wie Spitzensteuersatz, Haselmausgutachten und Ost-West-Konflikt schon ans Mittagessen. Man müsse wehrhaft sein, ja, sagt Aiwanger über die Bundeswehr. Aber man müsse erst daheim die Dinge in Ordnung bringen und der Jugend Zukunftsperspektiven liefern. Und: Früher habe es geheißen, Deutschland würde am Hindukusch verteidigt. Heute sei der „Hindukusch teilweise schon in unseren Großstädten“ angekommen.
Andere Gäste schauen eher so, als dächten sie bei Begriffen wie Spitzensteuersatz, Haselmausgutachten und Ost-West-Konflikt schon ans Mittagessen. Man müsse wehrhaft sein, ja, sagt Aiwanger über die Bundeswehr. Aber man müsse erst daheim die Dinge in Ordnung bringen und der Jugend Zukunftsperspektiven liefern. Und: Früher habe es geheißen, Deutschland würde am Hindukusch verteidigt. Heute sei der „Hindukusch teilweise schon in unseren Großstädten“ angekommen.
Luisa Brünger
Hubertus Heil: Kampf gegen die AfD eine zentrale Aufgabe
Hubertus Heil gibt sich selbstkritisch. „Die CDU hat gestern ein desaströses Ergebnis erzielt, aber auch wir können uns nicht freuen“, ruft Heil, „uns darf das nicht reichen, das ist zu wenig!“ Da stimmen die Genossen Heil zu.
„Ich kann an einem Punkt nicht schweigen“, wettert Heil gegen die Pläne zur Rentenreform der eigenen Kollegen im Bund: Die vorgeschlagene Rentenreform, „das ist nicht gerecht, das dürfen wir nicht zulassen.“
Und weiter: Die SPD, nicht die AfD müsse die Partei der kleinen Leute bleiben: „Nostalgie wird keine Wohnung bauen, Schimpfen bringt nicht den nächsten Bus und kein Tiktok-Video bezahlt unsere Pflegekräfte.“ Der Kampf gegen die AfD sei eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahre. „Im Zweifelsfall auch mit einem Verbotsverfahren“, fordert Heil. Die Rolle der SPD? „Aus einem verzagten Hintern kommt kein fröhlicher Furz“, zitiert Heil frei Martin Luther. Die SPD müsse sichtbar und spürbar zeigen: „Nicht Herkunft zählt, sondern Leistung.“
„Ich kann an einem Punkt nicht schweigen“, wettert Heil gegen die Pläne zur Rentenreform der eigenen Kollegen im Bund: Die vorgeschlagene Rentenreform, „das ist nicht gerecht, das dürfen wir nicht zulassen.“
Und weiter: Die SPD, nicht die AfD müsse die Partei der kleinen Leute bleiben: „Nostalgie wird keine Wohnung bauen, Schimpfen bringt nicht den nächsten Bus und kein Tiktok-Video bezahlt unsere Pflegekräfte.“ Der Kampf gegen die AfD sei eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahre. „Im Zweifelsfall auch mit einem Verbotsverfahren“, fordert Heil. Die Rolle der SPD? „Aus einem verzagten Hintern kommt kein fröhlicher Furz“, zitiert Heil frei Martin Luther. Die SPD müsse sichtbar und spürbar zeigen: „Nicht Herkunft zählt, sondern Leistung.“
Greta Templin
Anton Hofreiter ruft zu Optimismus auf
Das Publikum jubelt als Anton Hofreiter, Vorsitzender des Europaausschusses im Bundestag, die Bühne betritt. Auch er kommentiert die Wahl in Sachsen-Anhalt. Da gehe es auch um die Bundesregierung, sagt er. Er verstehe die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung, aber: „Wenn in einem Bierzelt das Bier nicht schmeckt, dann geht man doch nicht aufs Klo und trinkt aus der Kloschüssel“, so sein Vergleich. Wie seine Kollegin Schulze kommt er auf ein Verbotsverfahren gegen die AfD zurück.
Ebenso kritisiert er Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Er frage sich, welche Berater sie habe, beim Umgang mit der Förderung von fossilen Energien.
Als er ankündigt, die Grünen wollen bei der nächsten Landtagswahl in Bayern die Ministerpräsidentin stellen, tobt das Publikum. Söder habe ja schon beim letzten Mal „die Hosen voll“ gehabt und weiterhin auf die Altersgrenze von 40 Jahren für Ministerpräsidenten gepocht.
Sein Appell zum Abschluss: nicht so pessimistisch in die Zukunft schauen.
Sein Appell zum Abschluss: nicht so pessimistisch in die Zukunft schauen.

Anton Hofreiter, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen. Daniel Karmann/dpa
Aiwanger fordert Abschaffung der Erbschaftssteuer
Bei den Freien Wählern wirbt Hubert Aiwanger einmal mehr für eine Abschaffung der Erbschaftssteuer. Aber mit der SPD sei in der Frage kein Staat zu machen. Wäre die CSU in Bayern gezwungen, statt mit den FW mit der SPD oder den Grünen zu regieren, dann „hätten wir denselben Saustall wie in Berlin“, ruft er ins Mikro im Weißbierstadl. Geht es nach ihm, dann sollen die Freien Wähler künftig auch in den anderen Bundesländern mehr Präsenz zeigen. Auch vom Ziel, künftig im Bundestag vertreten zu sein, will Aiwanger nicht abrücken.
Und dann kommt er vor: nicht der Wolf, aber der Fischotter. Den solle man mal „ins Visier“ nehmen statt den Sikahirsch, den sich viele Wildtierhalter des Fleisches wegen hielten. Außerdem wirbt Aiwanger dafür, den jungen Menschen wieder beizubringen, sich gesünder zu ernähren. Statt hormonbehandeltes Fleisch aus dem Ausland zu beziehen, brauche es eine starke heimische Landwirtschaft.
Und dann kommt er vor: nicht der Wolf, aber der Fischotter. Den solle man mal „ins Visier“ nehmen statt den Sikahirsch, den sich viele Wildtierhalter des Fleisches wegen hielten. Außerdem wirbt Aiwanger dafür, den jungen Menschen wieder beizubringen, sich gesünder zu ernähren. Statt hormonbehandeltes Fleisch aus dem Ausland zu beziehen, brauche es eine starke heimische Landwirtschaft.
Söder: „Ich werde Bayern nicht der AfD überlassen“
Bühnenmusik für Markus Söder: „Hero“ von Bonnie Tyler. Held also. Söder sagt auch gleich: „Hier ist die Nummer eins der Politik.“ So viel Selbstbewusstsein muss sein. Er meint aber sicher seine Partei, nicht seine Person. Die Konkurrenz bei den anderen habe nicht viel zu bieten. Bei der SPD rede Hubertus Heil, der Vater des Bürgergelds, „mutig, dass er sich her traut“. Oder „unsere gschlamperte Verwandtschaft von den Freien Wählern, wie immer“. Bei der AfD sei man „besoffen“ vom Ergebnis in Sachsen-Anhalt, man wolle Bayern übernehmen, höre er von drüben. „Ich werde Bayern nicht der AfD überlassen.“
„Schutzversprechen“ für integrierte Ausländer
Zugleich sei der Wahlabend, so Söder, ein „wuchtiges Votum, da darf sich keiner drüber täuschen.“ Es sei eine „Anti-Wahl“ gewesen, „größtmöglicher Denkzettel, auch gegenüber Berlin“. Er halte jede Kooperation mit der AfD für falsch, aber auch die dauernde Überbetonung der Bandmauer sei nicht der richtige Weg. Sondern man müsse mit gutem Regieren dagegen halten: „Die AfD hat kein Konzept, uns aus Krisen zu führen. Am Ende steht das Land schlechter und ruinierter da als je zuvor.“ Er warnt indirekt vor Konstrukten und Rechnereien in Sachsen-Anhalt, sieht erst mal die AfD am Zug: "Demokratie muss man ernst nehmen, selbst wenn sie einem nicht gefällt." Söder betont auch die Migrationswende, er gebe aber ein „Schutzversprechen“ für integrierte Ausländer ab. Bei der AfD stecke hinter allem, was sie sage: „Hass“.
„Schutzversprechen“ für integrierte Ausländer
Zugleich sei der Wahlabend, so Söder, ein „wuchtiges Votum, da darf sich keiner drüber täuschen.“ Es sei eine „Anti-Wahl“ gewesen, „größtmöglicher Denkzettel, auch gegenüber Berlin“. Er halte jede Kooperation mit der AfD für falsch, aber auch die dauernde Überbetonung der Bandmauer sei nicht der richtige Weg. Sondern man müsse mit gutem Regieren dagegen halten: „Die AfD hat kein Konzept, uns aus Krisen zu führen. Am Ende steht das Land schlechter und ruinierter da als je zuvor.“ Er warnt indirekt vor Konstrukten und Rechnereien in Sachsen-Anhalt, sieht erst mal die AfD am Zug: "Demokratie muss man ernst nehmen, selbst wenn sie einem nicht gefällt." Söder betont auch die Migrationswende, er gebe aber ein „Schutzversprechen“ für integrierte Ausländer ab. Bei der AfD stecke hinter allem, was sie sage: „Hass“.
Beatrix von Storch: „Wir wickeln euch alle gemeinsam ab“
Beatrix von Storch betritt die Bühne mit einer großen Deutschlandfahne. Die AfD-Fraktionsvize im Bundestag erzählt zuerst von ihren Talkshow-Auftritten am Sonntagabend. „Es hat schon Spaß gemacht, die langen Gesichter zu sehen.“ Wenn die Regierungsparteien nun nicht anfingen, mit der AfD zu reden, sagt Storch, „dann schaufeln die sich alle ihr eigenes Grab, Bundeskanzler Merz vorne dran.“
Dann schickt sie eine Botschaft auf die Festwiese, in die Zelte der anderen Parteien: „Wir wickeln euch alle gemeinsam ab.“ Das Publikum klatscht Beifall.
Dann schickt sie eine Botschaft auf die Festwiese, in die Zelte der anderen Parteien: „Wir wickeln euch alle gemeinsam ab.“ Das Publikum klatscht Beifall.

Katrin Ebner-Steiner (l-r), Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, und Petr Bystron (AfD), Europaabgeordneter, schwenken beim politischen Frühschoppen auf dem Volksfest Gillamoos im Schlossgarten die bayerische und die Deutschlandfahne. Sven Hoppe/dpa
Hubert Aiwanger will „diese Versager in Brüssel stoppen“.
Auch Brüssel kommt im Weißbierstadl dran: "Habt ihr einen Werkvertrag mit den Chinesen?", ätzt Hubert Aiwanger über die Europäische Kommission: Zu wirtschaftsfeindlich seien EU-Entscheidungen wie etwa die neuen, strengeren Richtlinien zu Methan oder Verpackungen. „Da reicht Dummheit nicht mehr als Erklärung“, findet der Freie-Wähler-Chef. Man müsse „diese Versager in Brüssel“ stoppen.
Dann folgt ein bisschen Werbung in eigener Sache: In Bayern laufe die Wirtschaft immer noch besser als anderswo. Aber man dürfe nicht so viel Geld ausgeben für manche Dinge – etwa bei der Zuwanderung. Man brauche sich nicht zu wundern, dass die Stimmung kippe in manchen Bevölkerungskreisen, wenn eine „nennenswerte Minderheit“ ihr Gastrecht in Deutschland missbrauche, indem sie sich strafbar mache. Dabei müsse doch gelten: Solche Leute gehörten „ins Flugzeug rein“ und würden „nach Hause geflogen“.
Dann folgt ein bisschen Werbung in eigener Sache: In Bayern laufe die Wirtschaft immer noch besser als anderswo. Aber man dürfe nicht so viel Geld ausgeben für manche Dinge – etwa bei der Zuwanderung. Man brauche sich nicht zu wundern, dass die Stimmung kippe in manchen Bevölkerungskreisen, wenn eine „nennenswerte Minderheit“ ihr Gastrecht in Deutschland missbrauche, indem sie sich strafbar mache. Dabei müsse doch gelten: Solche Leute gehörten „ins Flugzeug rein“ und würden „nach Hause geflogen“.
Luisa Brünger
Ronja Endres: „Eine politische Zäsur“
„Diese Wahl ist eine politische Zäsur“, ruft Bayerns SPD-Vorsitzende Ronja Endres. Der Appell, die Demokratie zu verteidigen, das richte sich an alle im Saal. Dann geht sie auf CSU-Chef Markus Söder los: „Früher Foodtrend-Söder, jetzt plötzlich gibt es das Modell: 'Serious Söder'. " Wenn selbst Markus Söder auf Souveränität umsteige, sei klar, die Lage sei ernst. „Söder ist ein bisschen Marie Antoinette auf bayerisch“, lästert ihr Co-Landesvorsitzender Sebastian Roloff über Söders Instagram-Auftritt.
Er versucht sich auch gleich an einer Kurzzusammenfassung der Beiträge aus anderen Zelten: „Die einen sagen 'wir sind großartig' und der Rest: 'Es liegt ja sowieso an Berlin.'“ Demokratie bedeute aber auch: Sich mal fetzen, wie hier auf dem Gillamoos. Ein bisschen nach Berlin hetzen, das erlaubt man sich dann aber doch. „Die denken, wir sind alle chronisch faul“, wettert Endres gegen die Bundes-CDU, „man sollte halt nicht von sich auf andere schließen.“
Er versucht sich auch gleich an einer Kurzzusammenfassung der Beiträge aus anderen Zelten: „Die einen sagen 'wir sind großartig' und der Rest: 'Es liegt ja sowieso an Berlin.'“ Demokratie bedeute aber auch: Sich mal fetzen, wie hier auf dem Gillamoos. Ein bisschen nach Berlin hetzen, das erlaubt man sich dann aber doch. „Die denken, wir sind alle chronisch faul“, wettert Endres gegen die Bundes-CDU, „man sollte halt nicht von sich auf andere schließen.“

Ronja Endres (SPD), Landesvorsitzende der SPD in Bayern. Daniel Karmann/dpa


