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Gesundheit - Würzburg:Gericht: Bei Corona-Fall nicht ganze Klasse in Quarantäne

Bayern
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa (Foto: dpa)

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Würzburg (dpa/lby) - Nach einem Corona-Fall in seiner Schulklasse hat sich ein Schüler vor dem Verwaltungsgericht Würzburg erfolgreich gegen die angeordnete Quarantäne gewandt. Der Antragsteller habe glaubhaft dargelegt, dass er nach den Kriterien des Robert Koch-Instituts keinen engen Kontakt mit der positiv getesteten Schülerin oder dem Schüler gehabt habe, teilte das Gericht am Dienstag mit. Damit sei ein Abstand beider von weniger als 1,5 Meter über mindestens 15 Minuten gemeint. Die Entscheidung vom Montag gilt nur für den Jungen, nicht für die gesamte Klasse. Gegen sie kann Beschwerde am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt werden. (Az. W 8 S 20.1793)

Das Gesundheitsamt hatte die Klasse des Zwölfjährigen Mitte November in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt, nachdem ein Kind positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden war. Weitere Kriterien wie die Größe und Beschaffenheit des Klassenraumes, die Anzahl der darin befindlichen Menschen und vor allem die tatsächliche Lüftungspraxis hatte es dabei nicht geprüft. Dagegen hatte sich die Familie des Jungen gewandt.

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