Geplante Kirchgeld-Abschaffung Landeskirche entgehen 13 Millionen Euro

Durch die geplante Abschaffung des besonderen Kirchgelds verzichtet die evangelische Landeskirche auf rund 13 Millionen Euro pro Jahr. Diese Form der Kirchensteuererhebung habe "für besondere Spannungen gesorgt", sagte Oberkirchenrat Hans-Peter Hübner am Montag bei der Tagung der Landessynode in Garmisch-Partenkirchen. Besonderes Kirchgeld müssen in Bayern seit 2004 evangelische Kirchenmitglieder zahlen, wenn sie mit ihrem Ehegatten gemeinsam steuerlich veranlagt sind, dieser aber kein Mitglied einer Kirche ist. Davon sind etwa 30 000 Menschen betroffen. Der Blickwinkel sei damals auf Mitgliedern gelegen, die viel verdienen, aus Spargründen austreten, deren Familie allerdings in der Kirche bleibt, "um weiterhin von deren Leistungen zu profitieren", sagte Hübner. Doch heute würden meist Ehen vom besonderen Kirchgeld erfasst, in denen ein Partner noch nie Mitglied einer Kirche war.