Gegen den Willen der Stadt Platz für 3400 Flüchtlinge in früherer US-Kaserne

In der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Bamberg ist deutlich mehr Platz geschaffen worden - die Kapazität steigt von 1450 auf 3400 Plätze. In den vergangenen Monaten richtete die Regierung von Oberfranken neue Räumlichkeiten ein, um bei Bedarf deutlich mehr Flüchtlinge als bisher mit Essen, Medikamenten und Hygieneartikeln versorgen zu können. Die Unterkunftsgebäude selbst waren schon weitgehend vorhanden, denn die Aufnahmeeinrichtung befindet sich in einer ehemaligen US-Kaserne, in der früher Soldaten und ihre Familien lebten. Die Erweiterung auf 3400 Plätze stieß in der Stadt Bamberg auf Kritik: "Das überfordert eine Stadt in einer Größenordnung von 73 000 Einwohnern", sagte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD). "Wir vermissen bei der Staatsregierung das vernünftige Augenmaß." Der Stadtrat habe sich für eine maximale Belegung mit 1500 Flüchtlingen ausgesprochen und werde weiterhin dafür kämpfen. Die Regierung teilte mit, man stehe im Austausch mit der Kommune und auch der Polizei.