Ansbach:15 000 Puten werden wegen des Verdachts auf Geflügelpest getötet

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Im Umkreis von zehn Kilometern wird um den Bauernhof im Landkreis Ansbach eine Sperrzone errichtet.

Wegen des dringenden Verdachts auf Ausbruch der Geflügelpest müssen auf einem Hof in Leutershausen (Landkreis Ansbach) 15 000 Mastputen getötet werden. Das teilte das Landratsamt Ansbach am Montag mit. Das Veterinäramt sei am Wochenende von Polizei und Tiermedizinern darüber informiert worden, dass auf dem Hof Tiere verendet seien. Daraufhin seien umgehend die notwendigen Schritte eingeleitet worden.

Eine endgültige Bestätigung der Diagnose Geflügelpest des Friedrich-Löffler-Instituts werde in den nächsten Tagen erwartet. Im Umkreis von zehn Kilometern um den Bauernhof in Leutershausen wird eine Sperrzone errichtet, um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche möglichst zu verhindern. Die Geflügelpest werde in Deutschland inzwischen nicht mehr nur von Zugvögeln eingeschleppt, sondern habe sich auch in den hiesigen Populationen verfestigt und trete somit unabhängig von der Jahreszeit auf.

Auch ohne die Keulung, die für den Verlauf des Montags vorgesehen war, wäre den Tieren auf dem Hof der Tod gewiss, sagte der Leiter des Veterinäramtes des Kreises Ansbach, Ralf Zechmeister. "Puten sind noch einmal deutlich empfindlicher als Wassergeflügel und auch die Viruslast kann bei dieser Tierart um ein Vielfaches erhöht sein. Daher ist unser schnelles Eingreifen geboten gewesen, um eine Weiterverbreitung zu verhindern und wirtschaftliche Schäden so weit als möglich zu begrenzen", sagte Zechmeister.

Die Ursache für den Ausbruch der Seuche sei weiterhin unklar. Auf dem betroffenen Bauernhof seien die Vorschriften nach ersten Erkenntnissen eingehalten worden, die baulichen Voraussetzungen seien gut. Nach einer Übergangsphase werde eine Wiederaufnahme des Mastbetriebes möglich.

Die Geflügelpest gilt nach bisherigen Erkenntnissen für den Menschen als nicht ansteckend. Dennoch sollten Bürgerinnen und Bürger, die tote Vögel auffinden, diese nicht anfassen und entsprechende Funde den lokalen Behörden melden, warnte das Veterinäramt am Montag.

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