GDL-Streik:Erhebliche Einschränkungen in Bayerns Regionalverkehr

GDL-Streik: Erst der Schnee, jetzt der Streik: Die Lage auf Bayerns Schienen lässt derzeit zu Wünschen übrig.

Erst der Schnee, jetzt der Streik: Die Lage auf Bayerns Schienen lässt derzeit zu Wünschen übrig.

(Foto: Christian Ohde/IMAGO)

Die Bahn müht sich in Bayern ohnehin noch mit den Auswirkungen des Schneechaos ab - nun streiken die Lokomotivführer. Private Zugunternehmen fahren, allerdings mit Einschränkungen.

Der Warnstreik bei der Deutschen Bahn hat am Freitagmorgen auch in Bayern im Fern- und Regionalverkehr zu starken Einschränkungen geführt. Bis zum Tagesende komme es bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen, teilte die Deutsche Bahn am Morgen mit. Demnach werde lediglich ein Notfahrplan mit einem stark reduzierten Angebot an Fahrten angeboten.

Insbesondere in Bayern, wo die Bahn weiter mit den Auswirkungen des Schneechaos zu tun hat, dürften weniger Züge unterwegs sein, hieß es. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte ihre Mitglieder zu dem Warnstreik von Donnerstagabend 22.00 Uhr an im Personenverkehr aufgerufen, im Güterverkehr begann er bereits am Donnerstag um 18.00 Uhr. Beendet werden soll die Arbeitsniederlegung an diesem Freitagabend um 22.00 Uhr. Zuletzt hatte die GDL bei der Bahn am 15. und 16. November zum Warnstreik aufgerufen.

Die Bahn rät Fahrgästen von Reisen ab oder diese zu verschieben. Sollte dies nicht möglich sein, bat sie Reisende, sich vor Fahrtantritt über die Auskunftsmedien zu informieren, ob ihre Verbindung verfügbar ist.

Wie schon beim Streik im November sind die privaten Zugunternehmen in Bayern nicht betroffen - eigentlich. Bei Go-Ahead und Agilis waren am Morgen die meisten Züge unterwegs. Einschränkungen gab es aber auf den Strecken, an denen auch die Fahrdienstleiter der Bahn in den Stellwerken streikten. Bei der Länderbahn entfielen nach Angaben des Unternehmens am Morgen deswegen alle Alex- und Oberpfalzbahn-Züge auf der Strecke Regensburg-Schwandorf. Go-Ahead rechnete damit, dass auch auf der Strecke München-Lindau nicht alle Züge wie geplant unterwegs sein würden.

Die GDL will mit der Aktion den Druck in der laufenden Tarifrunde erhöhen. Sie will so unter anderem der Forderung nach einer Arbeitszeitsenkung für Schichtarbeiter Nachdruck verleihen.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusVerkehr in Bayern
:Augsburgs neuer alter Hauptbahnhof

Das Bahnhofsgebäude ist das älteste in Deutschland, nun können Passagiere dort erstmals Rolltreppen und Aufzüge benutzen. Doch der Umbau geht weiter.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: