Die 45-jährige Frau, die wiederholt weinen muss, kämpft sich nach Jahren immer noch mühsam zurück ins Leben. Sie war bei dem Zugunglück am 3. Juni 2022 in Garmisch-Partenkirchen aus dem Wagen geschleudert worden und in einem „schmutzigen Bach“ gelandet; schwer verletzt an der Wirbelsäule, wie sie jetzt als Zeugin bei Gericht aussagt. Sie muss heute noch Schmerzmittel nehmen, sie wird von einer Psychologin betreut. Ihr Traum war es, eine Arbeit und ein gutes Leben mit ihrer Familie zu haben, „aber seit dem Unfall ist alles verändert“.
Zugunglück von Garmisch-PartenkirchenDeutsche Bahn knausert bei Schmerzensgeld
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Das Staatsunternehmen hat mehreren Fahrgästen, die beim Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen schwer verletzt worden waren, kaum oder gar nichts als Entschädigung gezahlt. Eines der Unfallopfer sagt bei Gericht, es finde das „extrem enttäuschend“.
Von Klaus Ott

Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen:Betriebsleiter soll Mitarbeiter als „Mörder“ beschimpft haben
Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn schildert bei Gericht zunächst nur sehr zögerlich das Verhalten seines Vorgesetzten, eines Betriebsleiters. Eine detaillierte Aussage macht der Zeuge erst, als ihm der Vorsitzende Richter mit Gefängnis droht und kritisiert: „Das ist krass, was Sie sich hier erlauben.“
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