Missstände bei der Bahn„Da müsste doch eigentlich eine Alarmglocke läuten“

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Szenen vom Unfallort, als zwei Waggons geborgen werden. Bei der Entgleisung starben fünf Menschen.
Szenen vom Unfallort, als zwei Waggons geborgen werden. Bei der Entgleisung starben fünf Menschen. (Foto: Angelika Warmuth/picture alliance/dpa)

Der Prozess zum Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen legt gravierende Sicherheitslücken offen. Es gab kein Warnsystem beim Überschreiten von Fristen für die Beseitigung von Mängeln. Ob es das heute gibt, lässt die Deutsche Bahn offen.

Von Klaus Ott

Der letzte Alarm, es war fast schon ein Notruf, erfolgte drei Tage vor der Tragödie. Mehrere Schwellen müssten „schnellstmöglich“ ausgetauscht werden, lautete am 31. Mai 2022 der Eintrag in einem Arbeitsplan der Deutschen Bahn für die Strecke von Garmisch-Partenkirchen nach München. Doch es geschah wieder nichts; wie schon in den Wochen und Monaten zuvor, als es bereits mehrere Warnsignale gab. Schließlich entgleiste am 3. Juni 2022 in Garmisch-Partenkirchen ein Regionalzug – wegen gebrochener Betonschwellen. Fünf Fahrgäste kamen ums Leben, viele wurden verletzt.

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Personalmangel, Geldknappheit und Druck von oben: Das Verfahren ermöglicht tiefe Einblicke, was bei der Deutschen Bahn jahrzehntelang offensichtlich falsch lief und zu dem heutigen Chaos auf den Schienen geführt hat.

SZ PlusVon Klaus Ott

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