Weltpolitik:"Da kann man nicht überlegen, wenn die Bundesregierung einen bittet"

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Weltpolitik: Hotel Schloss Elmau bei Sonnenaufgang: Zum zweiten Mal soll hier im Sommer der G-7-Gipfel stattfinden.

Hotel Schloss Elmau bei Sonnenaufgang: Zum zweiten Mal soll hier im Sommer der G-7-Gipfel stattfinden.

(Foto: Sebastian Beck)

Bereits zum zweiten Mal werden sich im Sommer die Staats- und Regierungschefs der G 7 im oberbayerischen Elmau treffen. Wie bereiten sich die betroffenen Gemeinden, die Polizei und Hotelbesitzer auf das Großereignis vor?

Von Matthias Köpf und Nadja Tausche

Der Nabel der Welt liegt ganz hinten im verschneiten Tal, und auf dem Weg dorthin schnürt kurz hinter der Mauthütte ein Fuchs über die Straße, als ob er drüben dem Hasen guten Morgen sagen wollte. Noch braucht es nur fünf Euro für ein Tagesticket, um über die fünf Kilometer lange Straße zum Schloss zu gelangen. Doch spätestens Mitte Juni wird die Gemeinde Krün ihren Mautner für zwei Wochen in den Urlaub schicken können. Dann übernimmt hier die Polizei, und der Fuchs und der Hase werden auch auf jener Seite des Zauns bleiben müssen, auf der sie eben gerade sind. 2015 hat allein dieser 14 Kilometer lange Zaun, den die Polizei durch den Bergwald gezogen hatte, mehr als zwei Millionen Euro gekostet. Immerhin haben all die Polizisten und Staatsförster, die in diesen Tagen ganz hinten am Wanderparkplatz schon wieder im großen Kreis beieinander stehen, die Pläne von damals noch in der Schublade. Nicht einmal ein halbes Jahr ist noch Zeit, dann wird Schloss Elmau wieder zum Nabel der Welt werden - zumindest von 26. bis 28. Juni und für jenen Teil der Welt, der sich wirklich um das Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen dreht.

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