G-7-Gipfel:"Ohne Rücksicht auf die Menschen vor Ort"

Lesezeit: 5 min

G-7-Gipfel: Von stillem Protest kann keine Rede sein. Händler Oliver Deby hat seinen Ärger auf seinem Schaufenster verewigt.

Von stillem Protest kann keine Rede sein. Händler Oliver Deby hat seinen Ärger auf seinem Schaufenster verewigt.

(Foto: Catherina Hess)

Schulen bleiben zu, Straßen werden gesperrt, Unternehmer fürchten um ihr Geschäft: Der Frust über die Belastungen durch den G-7-Gipfel ist in Garmisch-Partenkirchen riesig. Wie die Betroffenen ihren Ärger rauslassen.

Von Thomas Balbierer

Am Dienstag hat Oliver Deby seinem Frust auf eine ungewöhnliche Weise Luft gemacht: Der Händler aus Garmisch-Partenkirchen befestigte orange leuchtende Klebebuchstaben auf dem Glas seines Schaufensters. Bei dem etwa drei Meter langen Schriftzug handelt es sich nicht etwa um Werbung für die neueste Eishockey-Ausrüstung, die er verkauft, sondern um einen stummen Hilfeschrei: "Scheiss G7, danke für nix!" Das habe "einfach mal rausgemusst", sagt Deby einen Tag später am Telefon. Als er die Klebestreifen anbrachte, sei sofort ein skeptischer Polizist vor dem Schaufenster aufgetaucht, die Stadt ist ja gerade voll davon. "Ich habe ihm meine Leidensgeschichte erzählt. Er hat meine Wut verstanden und ist wieder gegangen."

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