G-7-Gipfel:So residiert man auf Schloss Elmau

Die Aussicht: traumhaft. Die Suiten: bis zu 220 Quadratmeter groß. Einblick ins Innere von Schloss Elmau.

Von Thierry Backes

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(Foto: lukasbarth.com)

Wenn es ein Bild gibt vom G-7-Gipfel, das um die Welt gehen wird, dann das: vorne Schloss Elmau, hinten das Bergpanorama des Wettersteinmassivs. Für die Kamera-Teams und ihre Sprecher hat man extra eine Holztribüne aufgebaut (vorne, re. neben dem Pressezentrum), damit in Sydney oder San Francisco jeder sehen kann, wie hübsch es in Bavaria ist. "Wir wollen unseren Gästen ein wunderschönes Stück Deutschland zeigen", hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im SZ-Interview angekündigt. Man wolle in einer Atmosphäre "tagen, die für die Ergebnisse solcher Gipfel wichtig ist".

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(Foto: dpa)

An erster Stelle steht da natürlich die Unterbringung der Staatsgäste. Schloss Elmau liegt in einem Hochtal auf gut 1000 Metern Höhe und ist eigentlich gar kein Schloss, sondern ein Hotel. Oder besser: zwei Fünf-Sterne-Superior-Hotels in einem. Das historische Gebäude mit dem markanten Turm wurde von 1914 bis 1916 erbaut. 150 Meter Fußweg entfernt liegt das sogenannte Retreat (oben im Bild), ein 40 Millionen teurer Neubau, der erst im März 2015 eröffnet wurde. Hier werden Angela Merkel, Barack Obama und die anderen aller Voraussicht nach logieren.

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(Foto: Bloomberg)

"Auch der Putin würde sich hier entspannen", sagte Schlossherr Dietmar Müller-Elmau bei der Eröffnung des Retreats (hier der Haupteingang). Aber der russische Staatschef darf nicht kommen, und so wird eine der 13 Luxus-Suiten leer bleiben oder anderweitig Verwendung finden.

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(Foto: Süddeutsche Zeitung)

Insgesamt gibt es 47 Suiten im Retreat, sie sind zwischen 55 und 220 Quadratmeter groß und haben alle einen Blick auf die Berge sowie ...

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(Foto: Süddeutsche Zeitung)

... verfügen über jeden erdenklichen Schnickschnack.

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(Foto: REUTERS)

Alleine das Retreat verfügt über zwei unterschiedlich warme Außenpools. Für die Staatsgäste, so viel scheint sicher, wird es kaum möglich sein, die ganzen Freizeitangebote wahrzunehmen, die Schloss Elmau ihnen bietet, einen Hamam zum Beispiel oder drei Tennisplätze. Barack Obama, François Hollande und David Cameron sind ja nur 24 Stunden hier einquartiert, obwohl die Bundesregierung den ganzen Hotelkomplex für drei Wochen gebucht hat.

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(Foto: REUTERS)

Wo die Gipfelteilnehmer genau tagen werden, ist kurz vor der Konferenz nicht zu erfahren. Anbieten würde sich etwa der Konzertsaal im Altbau, in dem regelmäßig Lesungen und Jazz-Abende stattfinden. An sich ist Schloss Elmau nicht für Tagungen ausgelegt; das Hotel versteht sich mehr als Rückzugsort für die, die es sich leisten können.

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(Foto: Bloomberg)

Wer hier übernachtet, muss tief in die Tasche greifen. Ein Juni-Wochenende zu zweit in einer 120 Quadratmeter großen Suite zum Beispiel kostet knapp 4000 Euro.

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(Foto: Stephan Rumpf)

Das ist Hotel-Chef Dietmar Müller-Elmau. Er ist vor dem Gipfel in die Schlagzeilen geraten, weil er der Elmauer Alm, einer Berggaststätte in der Nähe des Tagungshotels, einen gläsernen Aufbau verpasst hat - ohne Genehmigung. Er freut sich auf die Staatenlenker, schließlich kann er später damit werben, einen G-7-Gipfel beherbergt zu haben.

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(Foto: Bloomberg)

Müller-Elmau hat eines der neuen Restaurants im Retreat "Summit" genannt. Ob Merkel und Obama dort tatsächlich essen, entscheiden sie im Bundeskanzleramt. Müller-Elmau darf zum Gipfel zwar in seinem Hotel bleiben, dann aber höchstens den Hausmeister geben.

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