In ihren besten Momenten ist die Seherfahrung ein Akt, in dem das Ich sich seiner bewusst wird. Ob beim Gipfelblick ins Bergpanorama oder durch das Mikroskop auf feinste Zellstrukturen, ob als Selbstvergrößerungserlebnis in der Natur oder Detail-Wahrnehmung in der Mikrobiologie. Gerade der bildende Künstler muss sehen, muss innerlich sehen, visuell inspiriert werden. „Wo habe ich ein ästhetisches Problem?“ Diese Frage sei beim Malen das Wesentliche, sagt Friedrich G. Scheuer. Wer es wahrnimmt und angeht, habe die Chance, einzigartiges auf Leinwand zu bannen: „Sachen malen, die nur durch Malerei möglich und wirklich sind.“
Ausstellung im Kallmann-Museum IsmaningDie Bilder des Bergsteigers
Lesezeit: 3 Min.

Ein seh- und klettererfahrener Künstler: Friedrich G. Scheuer im Kallmann-Museum
Kallmann-MuseumFarbe und Form als Spiegel ästhetischer Erfahrung: Das Kallmann-Museum präsentiert Werke des Münchner Malers Friedrich G. Scheuer, der in jungen Jahren ein Extremkletterer war. Anlass ist sein 90. Geburtstag.
Von Udo Watter, Ismaning
