Unterfranken
Freilandmuseum Fladungen
Ganz weit oben in Bayern liegt Fladungen, im nördlichsten Zipfel von Unterfranken. Eine Gegend, die jahrhundertelang kein Durchgangsgebiet war, wie es die Museumsleiterin einmal formulierte, und die zudem lange an der Grenze zu Thüringen lag. Abgeschieden also, weswegen mehr Gebäude erhalten blieben als anderswo. Mehr als 20 Bauten, Höfe, Mühlen, eine Büttnerei, ein Brauhaus und ein Gemeinschaftskühlhaus sind zu sehen.
Außerdem gibt es eine geweihte Kirche, wer möchte, kann sogar dort heiraten – und danach im Museumswirtshaus „Zum Schwarzen Adler“ feiern. An ausgewählten Sonn- und Feiertagen können Besucher mit dem Rhön-Zügle aus Mellrichstadt ins Museum fahren, die Strecke endet am denkmalgeschützten Bahnhof von Fladungen. Mit ihren Dampf- oder Dieselloks und historischen Waggons befördert die Bahn wie vor 100 Jahren Passagiere durch das obere Streutal.
Bei verschiedenen Mitmachprogrammen können Besucherinnen und Besucher das frühere Leben im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen selbst nachempfinden. In jeder Saison stehen Themenführungen und Sonderveranstaltungen rund um Handwerk, Kulinarisches, Flora & Fauna, Musik, Film und Theater auf dem Programm.
- Freilandmuseum Fladungen
- Öffnungszeiten: 1. April bis 9. November 2025
- täglich von 9 bis 18 Uhr, im April, Oktober und November montags Ruhetag
- Eintritt: Erwachsene 8 Euro, Kinder 5 Euro (bis 6 Jahre frei)

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Kirchenburgmuseum Mönchsondheim

Im 15. Jahrhundert haben die Bewohner des Dorfs Mönchsondheim ihre Kirche mit einem Ring aus Gebäuden umgeben, um dort im Falle eines Angriffs Zuflucht zu finden. Gleichzeitig nutzten sie die Neubauten als Lager für Kartoffeln, Wein und Getreide. Heute ist Mönchsondheim ein Stadtteil von Iphofen und die Kirchenburg ist Teil eines ungewöhnlichen Freilichtmuseums: Anders als sonst gibt es keinen Zaun, die Kirche wird schließlich noch immer genutzt.
Die Besucher machen einen Rundgang durch den alten Dorfkern und können die Bäckerei im alten Rathaus, ein ehemaliges Gasthaus mit Kegelbahn, einen Kleinbauernhof und die kleine Dorfschule erkunden.
Jedes Museumsgebäude steht an seinem ursprünglichen Standort. Es erzählt seine individuelle Geschichte, die gleichzeitig Bestandteil der Geschichte der gesamten Ortschaft Mönchsondheims und seiner Bewohner ist.
- Kirchenburgmuseum Mönchsondheim
- Öffnungszeiten: bis 31. Oktober Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Danach Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr
- Preise: Erwachsene 7 Euro, Kinder 3 Euro
Oberfranken
Bauernhofmuseum Kleinlosnitz

In Kleinlosnitz (Gemeinde Zell) wurde kein Museumsdorf aus alten Häusern zusammengebaut, hier wurden zwei geschichtsträchtige Bauernhöfe an Ort und Stelle erhalten. Herzstück ist ein strohgedeckter Vierseithof aus dem späten 18. Jahrhundert. In der Anlage gibt es auch ein Flachsbrechhaus und ein Windrad zu entdecken, das Ende des 19. Jahrhunderts zur Wasserförderung errichtet wurde.
Der Verein Oberfränkisches Bauernhofmuseum hat den seit 1968 nicht mehr bewohnten Hof 1974 erworben und mit der Sanierung begonnen. 1978 konnte der Nachbarhof erworben werden. Weitere Gebäude wurden in das Museum übertragen und das Gelände konnte im Jahr 2000 vergrößert und abgerundet werden.
Besucher schätzen an Kleinlosnitz, dass sie fast alle Räume betreten können. Einrichtungsgegenstände und alte Arbeitsgeräte geben Auskunft über das Landleben vor etwa hundert Jahren. Gut eineinhalb Stunden braucht man für einen intensiven Rundgang mit Pause im Biergarten.
- Bauernhofmuseum Kleinlosnitz
- Öffnungszeiten: Februar bis April jeweils ab 13 Uhr; Mai bis September jeweils ab 10 Uhr, Oktober bis November jeweils an 13 Uhr; Winterpause ist vom 16. November bis zum 1. Februar. Am Faschingsdienstag bleibt das Museum geschlossen
- Preise: Erwachsene 4 Euro, Kinder 2,50 Euro
Mittelfranken
Freilandmuseum Bad Windsheim

Wäre Hermann wieder heimgekommen, er hätte sein Elternhaus in Kleinrinderfeld so vorgefunden, wie er es 1940 verlassen hatte, um in den Krieg zu ziehen. Die Möbel, die frommen Bilder, das Plumpsklo im Hof. Nichts hatte seine Schwester Hildegard geändert, bis sie 1991 auf dem zerschlissenen Sofa starb.
Eine Lebenstragödie und ein Glücksfall für das fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim, in dem der Simonshof originalgetreu zu besichtigen ist. Gut 100 Gebäude, die sich in sechs Baugruppen über das mit 50 Hektar größte bayerische Museum verteilen. Die Besucher spazieren von Dorf zu Dorf und durch 700 Jahre fränkische Geschichte.
Eine Besonderheit: auch die Landsynagoge aus dem unterfränkischen Allersheim hat vor einiger Zeit ihre neue Nachbarschaft im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim gefunden.
- Freilandmuseum Bad Windsheim
- Öffnungszeiten: bis 25. Oktober von 9 bis 18 Uhr, bis 16. Dezember werktags 10.30 bis 16 Uhr, Sonn- und Feiertag 10 bis 16.30 Uhr
- Preise: Erwachsene 9 Euro. Kinder bis 6 Jahre frei
Oberpfalz
Freilandmuseum Neusath-Perschen

Das Oberpfälzer Freilandmuseum in Neusath und Perschen (Landkreis Schwandorf) dokumentiert das Leben und Arbeiten der Menschen in der Oberpfalz in den vergangenen 300 Jahren. Auf dem Gelände gibt es auch Tiere, die früher zum Leben auf dem Bauernhof dazugehörten, etwa Schafe, Ziegen, Kaninchen, Gänse, Hühner, Pfauen, Schweine und Pferde.
- Freilandmuseum Neusath-Perschen
- Öffnungszeiten: bis 4. November Dienstag bis Sonntag 9 bis 18 Uhr, Montag geschlossen (ausgenommen Feiertage)
- Preise: Erwachsene 9 Euro, schulpflichtige Kinder 4 Euro
Niederbayern
Freilichtmuseum Massing

Die Landschaft an der Rott ist uraltes Bauernland. Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe prägten bis zu den modernen Umwälzungen den Alltag. Im 1969 eröffneten Freilichtmuseum Massing im Landkreis Rottal-Inn kann die alte bäuerliche Kultur erlebt werden: bemalte Schränke, Kröninger Keramik, Gesticktes und Gedrechseltes, Brautausstattung.
Im Museum sind Tiere zu Hause, die früher auf jedem Bauernhof anzutreffen waren: Schafe und Ziegen, Rinder und Schweine, Pfauen und Hühner. Handwerker führen ihre alte Kunst vor, es wird geimkert, gesponnen und gedrechselt. Veranstaltungen, Lesungen und Theater runden das Angebot ab.
Auf dem Gelände des Freilichtmuseums soll in einem Neubau künftig auch die Berta-Hummel-Sammlung mit Prozellanpuppen zu sehen sein.
- Freilichtmuseum Massing
- Öffnungszeiten: April bis Oktober, 9 bis 17 Uhr, Mai bis September 9 bis 18 Uhr, montags geschlossen, außer an Feiertagen
- Preise: Erwachsene 8 Euro, Kinder 5 Euro
Freilichtmuseum Finsterau

Das Freilichtmuseum Finsterau bietet ein Panoptikum an Bauernhöfen aus dem Bayerischen Wald. Wie in einem Brennglas bündelt sich die Vergangenheit einer Region, die es mit den Menschen nicht immer gut gemeint hat. Armut und Not muss man sich dazudenken, mögen auch die Dorfschmiede, eine Kapelle, ein Straßenwirtshaus und ein prunkvolles Salettl Nostalgie wecken und die Stube noch so gemütlich aussehen.
Und natürlich Sehnsüchte, wenn Kühe, Schafe und Esel über den Weidezaun schauen. Finsterau liegt auf fast 1000 Meter Höhe dicht an der böhmischen Grenze. Belebt wird das Museum durch Feste und Märkte, Volksmusik, Handwerk und Ausstellungen. Wanderwege führen tief in den Böhmerwald hinein und auf die Berge des Nationalparks.
Vor den Toren des Museums führen Wanderwege tief in den Böhmerwald und auf die Berge des Nationalparks. Biker und Radler machen Station.
- Freilichtmuseum Finsterau
- Öffnungszeiten: ab Mai 9 bis18 Uhr, Dezember bis April 11 bis 16 Uhr, Oktober 9 bis 17 Uhr
- Preise: Erwachsene 8 Euro, Kinder ab 6 Jahren 5 Euro
Museumsdorf Bayerischer Wald

Alles begann mit der Rothaumühle. Vor 45 Jahren kaufte der 2016 verstorbene Unternehmer Georg Höltl das mehr als 500 Jahre alte Gebäude in Tittling (Kreis Passau). Ursprünglich, um die Mühle als privates Wochenenddomizil zu nutzen.
45 Jahre später sind rund um die Rothaumühle mehr als 150 Gebäude entstanden, die nach und nach in ein Museumsdorf integriert und nach dem Vorbild historischer Ortsansichten aufgebaut wurden: Bauernhöfe, Kapellen, Mühlen, Sägewerke, Gärten und ein 340 Jahre altes, originalgetreu eingerichtetes Schulhaus, das früher in Simbach bei Landau stand. Den Betreibern zufolge soll das Museumsdorf „einen Eindruck von den unterschiedlichen Siedlungsstrukturen des Bayerischen Waldes“ vermitteln.
- Museumsdorf Bayerischer Wald
- Öffnungszeiten: bis Ende Oktober täglich 10 bis 17 Uhr
- Preise: Erwachsene 7 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei, Schüler 5 Euro
Oberbayern
Freilichtmuseum Schliersee

Nur wenige Museen tragen den Namen eines Sportlers. In Schliersee hat dies einen natürlichen Grund. Initiator des Bauernhof-Ensembles ist der Ski-Olympiasieger Markus Wasmeier. 2007 eröffnete er das 60 000 Quadratmeter umfassende Gelände, in dem die Besucher eine authentische Vergangenheit erleben. „Ich möchte das kulturelle Erbe bewahren. Die Kinder sollen wissen, dass die Kühe nicht lila sind“, sagt Wasmeier.
Das Freilichtmuseum, das nicht nach wissenschaftlichen Maßstäben geführt ist, eignet sich gut für Familien, man kann wandern, lecker essen, viel lernen. Vor allem über das frühere Leben und über Skisport. Oft trifft man Markus Wasmeier auch selbst an.
- Freilichtmuseum Schliersee
- Öffnungszeiten: bis 4. November, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen
- Preise: Erwachsene 10,90 Euro, Kinder bis 7 Jahre frei, Jugendliche bis 15 Jahre 5,90 Euro
Bauernhausmuseum Erding

Das am 14. Oktober 1989 eingeweihte Erdinger Bauernhausmuseum stellt in Form von 15 verlagerten Baudenkmälern aus dem Landkreis die historische bäuerliche Wirtschafts- und Lebensweise im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts dar.
Im Mittelpunkt des rund zwei Hektar großen Museums steht eine kleinbäuerliche Hofanlage aus Rindbach (Gemeinde St. Wolfgang). Bei dem ältesten Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen Getreidekasten aus dem Jahre 1581 aus Niederneuching. Ferner können historische Gebäude wie Schmiede, Kapelle, Gartenhaus, Kegelbahn, Schuppen, Torfhütte, Backofen und landwirtschaftliche Arbeitsgeräte besichtigt werden.
- Bauernhausmuseum Erding
- Öffnungszeiten: von Ostersonntag bis Ende Oktober an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr (Einlass bis 16.30 Uhr) geöffnet
- Führungen an Wochentagen sind für Gruppen wie Schulklassen oder Kindergartengruppen nach Terminvereinbarung möglich.
- Jeden Freitag findet auf dem Gelände ein Bauernmarkt von 12 bis 16.30 Uhr statt
- Preise: Erwachsene 2 Euro, Kinder 1 Euro
Freilichtmuseum Donaumoos

Niemand muss sich Sorgen machen: Wer sich auf den Weg ins Donaumoos macht, muss nicht befürchten, bis zum Kinn im Sumpf zu versinken. Denn die Wege durch das Moor sind gut ausgebaut. Vor Jahrhunderten begannen Kolonisten, einen Teil des Landes urbar zu machen. Das Freilichtmuseum in Kleinhohenried-Karlshuld (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) besteht aus mehreren alten Anwesen.
So lebten im kleinen „Kanalhaus“ in früheren Zeiten Tagelöhner, die von den umliegenden Bauern bisweilen beschäftigt wurden. Das Freilichtmuseum, in dem die 200-jährige Besiedlungsgeschichte gezeigt wird, gehört zum sogenannten Haus im Moos, einer Umweltbildungsstätte mit Ausstellungen, Lehrpfaden und Unterkünften.
- Freilichtmuseum Donaumoos
- Öffnungszeiten, April bis Oktober Dienstag bis Freitag 8 bis 17 Uhr, Samstag 13 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr
- Preise: Erwachsene 5 Euro, Kinder ab acht Jahre 3 Euro
Bauernhofmuseum Jexhof

Früher muhten hier die Rindviecher, heute dient der Kuhstall als Eingang in eine fast vergessene Welt. Die erste urkundliche Erwähnung des Jexhofs in Schöngeising (Landkreis Fürstenfeldbruck) stammt aus dem Jahr 1433, als ein Vertrag die Übergabe des „Vorderen Ückshoff“ dokumentierte.
Die Gebäude sind jünger: Das Haupthaus () etwa stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde bis 1980 bewohnt. Der Stadel nebenan beherbergt eine Sammlung landwirtschaftlicher Geräte. Der Fundus umfasst mehr als 17 000 Objekte, zu viele, um sie selbst angemessen zu verwahren. 2017 beschloss der Landkreis als Museumsträger, dass ausgemistet werden soll.
- Bauernhofmuseum Jexhof
- Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 13 bis 17 Uhr, Sonntag und Feiertage 11 bis 18 Uhr.
- Preise: Erwachsene vier Euro, Kinder ab 6 Jahren 2,50 Euro.
Freilichtmuseum Glentleiten

Ein musealer Blick in die Vergangenheit ist immer eine Rekonstruktion, aber an der Glentleiten ist diese Rekonstruktion besonders umfassend und akribisch. 1976 wurde das Museum in Großweil mit 13 anderswo abgebauten Häusern eröffnet, inzwischen sind es gut 60 Gebäude samt Inneneinrichtung, darunter ein Ensemble von alten Almhütten und mehrere Mühlen, die sich in einem schattigen Tal aneinanderreihen.
Der jüngste Bau ist zeitgenössisch, denn gerade hat der Bezirk Oberbayern seinem Museum ein neues Eingangsgebäude samt Schaubrauerei spendiert, um die 130 000 Besucher im Jahr angemessen zu empfangen. Das geneigte Gelände bietet selbst einen sehenswürdigen Ausblick auf Kochelsee und das sich weitende Loisachtal.
- Freilichtmuseum Glentleiten
- Öffnungszeiten: März bis November: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Juni bis September täglich 9 bis 18 Uhr
- Preise: Erwachsene 9 Euro, Kinder bis 15 frei
Bauernhausmuseum Amerang

Im Bauernhausmuseum Amerang sind die Wege nicht allzu weit. Aber sie führen teils tief in die Vergangenheit und verbinden eine Handvoll Höfe und einige Handwerkerhäuser, Stadel und ländliche Zweckgebäude aus dem Chiemgau und dem Rupertiwinkel. Die ältesten stammen aus dem 16. Jahrhundert, das wuchtigste ist ein Vierseithof, wie er für das fruchtbare Ackerland im östlichen Oberbayern typisch ist.
Das Museum geht auf eine Initiative des Wasserburger Parlamentariers Josef Bauer und des kundigen Heimatpflegers Theodor Heck in den Siebzigerjahren zurück. Doch der Trägerverein geriet bald in finanzielle Schwierigkeiten, bis der Bezirk Oberbayern einsprang und das Museum 1982 seiner Glentleiten angliederte.
- Bauernhausmuseum Amerang
- Öffnungszeiten: April bis November Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
- Preise: Erwachsene 5.50 Euro, Kinder bis 16 Jahre frei
Holzknechtmuseum Ruhpolding

Die Städte im äußersten Südosten des heutigen Bayern verdankten ihre Bedeutung und ihren Wohlstand einst zum größten Teil dem Salz. Doch die Salinen etwa in Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Traunstein und Rosenheim brauchten gewaltige Mengen an Holz, um das gelöste Salz aus der Sole zu sieden. Das harte Leben derjenigen, die diesen Brennstoff beschafft haben, dokumentiert das Holzknechtmuseum in Ruhpolding.
Die beiden großen Ausstellungshäuser sind Neubauten, die sich am Stil der kurfürstlich-königlichen Salinenverwaltung orientieren. Von dort führt ein Erlebnispfad zu einigen im Original wieder aufgebauten Holzknechthütten.
Völlig umgestaltet präsentiert sich das Holzknechtmuseum Ruhpolding seit Sommer 2021 und schickt sein Publikum auf eine multimediale Reise durch 400 Jahre Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Waldarbeit. Wie lebten die Holzknechte im Wald, wie entwickelte sich ihre gesellschaftliche Rolle, wie stellen sich die heutigen Herausforderungen dar – dies sind nur ein paar der Fragen, die auf dem musealen Streifzug beantwortet werden.
- Holzknechtmuseum Ruhpolding
- Öffnungszeiten: Ostern bis Oktober Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, 16. Juli bis 16. September auch montags
- Preise: Erwachsene 9 Euro, Kinder unter sechs frei
Schwaben
Bergbauernmuseum Immenstadt

Im Bergbauernmuseum Immenstadt-Diepolz können sich Kinder und Erwachsene zu Experten in Sachen Kuh und Milch weiterbilden. Das geht so weit, dass in einem begehbaren Kuhmagen der Weg vom Gras zur Milch genau erklärt wird. Aber auch andere Tiere sind in dem auf 1000 Meter Höhe gelegenen Museum zu Hause: alte Rassen wie das Bergschaf, das Schwäbisch-Hällische Schwein und Sulmtaler Hühner.
In historischen Gebäuden wird die Welt der Allgäuer Bergbauern vor 200 Jahren abgebildet. Eine Sonderausstellung zeigt in diesem Jahr die Anfänge des Skisports im Oberallgäu. An Aktionstagen gibt es zudem Käseproben, Sens- und Bastelkurse.
- Bergbauernmuseum Immenstadt
- Öffnungszeiten: bis 4. November von 10 bis 18 Uhr
- Preise: Kinder bis 7 Jahre frei, bis 16 Jahre 4,50 Euro, Erwachsene 8 Euro
Bauernhofmuseum Illerbeuren

„Verweilen Sie im alten Schwaben!“ Mit diesem Slogan lädt das Bauernhofmuseum Kronberg-Illerbeuren zum Besuch des 1955 gegründeten und somit ersten Freilichtmuseums in Süddeutschland ein. Zu sehen gibt es 32 historische Gebäude; die ältesten, die mit Stroh eingedeckten Sölde, stammen aus der Zeit kurz nach Ende des Dreißigjährigen Krieges.
Es sind Zeugnisse der ländlichen Baukultur – vom Allgäu bis ins Ries. Die Sammlung des Museums umfasst überdies mehr als 50 000 historische Objekte wie ländliche Kleidung, Werkzeuge, Haushaltswaren und die Gerätschaften der Schützen. An Aktionstagen können Besucher Brot backen oder Wäsche waschen wie anno dazumal.
- Bauernhofmuseum Illerbeuren
- Öffnungszeiten: 19. März bis 10. November 10 bis 18 Uhr; im Sommer freitags und samstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet(15. Juni bis 15. September); geschlossen: montags (außer an Feiertagen) und Karfreitag
- Preise: Erwachsene 8 Euro, Kinder ab 6 Jahren 1,50 Euro

