Fred Meier:Held der Woche

Fred Meier: Es ist anstrengend, auf Stelzen zu gehen. Trotzdem will Fred M. nächstes Jahr auf diese Weise ganz Bayern durchqueren.

Es ist anstrengend, auf Stelzen zu gehen. Trotzdem will Fred M. nächstes Jahr auf diese Weise ganz Bayern durchqueren.

(Foto: oh)

Der Niederbayer will auf hohen Stelzen 300 Kilometer quer durch Bayern wandern

Der Niederbayer Fred Meier (Künstlername Fred M.) ist eigentlich ein gelernter Schreiner, und doch ist er aus ganz anderem Holz geschnitzt als die übrigen Schreiner dieser Nation. Mit Brettern und Hobel kann er zwar gut umgehen, aber sein Brot verdient er schon längst nicht mehr in der Werkstatt. Seit gut 20 Jahren verdingt er sich nun als Aktionskünstler, der es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft hat - mit sinnfreien, aber irgendwie doch erstaunlichen Aktionen. So hat er zum Beispiel einmal 21 Menschen in einen kleinen Ballon gesteckt, was diese erstaunlicherweise überlebt haben. In Thomas Gottschalks Sendung "Wetten, dass" gewann Fred M. eine Wette, indem er 18 Menschen unter Anwendung von abenteuerlichen Verrenkungen in dem Mini-Auto Smart verstaute. Sehr gerne schluckt er auch Feuer oder läuft barfuß über Glasscherben, sein Rekord liegt bei 960 Metern. Diese Strecke hat er zurückgelegt, ohne zu verbluten. Im Sommer will der 54-Jährige auf hohen Stelzen 300 Kilometer quer durch Bayern wandern. Dabei geht es ihm nicht um einen Rekord. "Ich möchte Menschen zum Staunen bringen und sie gleichzeitig zum Spenden für bedürftige Menschen animieren", sagt Fred M., der dafür schmerzende Füße in Kauf nimmt. Denn wer auf den wackligen Aluminiumstelzen lange Strecken geht, muss leidensfähig sein. Die engen Gurte an den Beinen scheuern schnell die Haut auf. Einen ersten Härtetest hat er schon bestanden. Knapp 13 Kilometer legte er kürzlich auf einer Landstraße von Offenstetten nach Saal zurück. Seitdem weiß Fred M., dass er die 300 Kilometer in gut vier Wochen schaffen könnte. Mindestens 10 000 Euro an Spenden will er dabei einsammeln. "Manche halten mich für ein bissl einen Spinner", sagt er, "aber ich bin ein gesunder Spinner."

© SZ vom 31.10.2015 / hak
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