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Frauenhäuser:Zuschuss steigt nur gering

Frauenhäuser bekommen nächstes Jahr keine bessere Förderung vom Freistaat als in den vergangenen Jahren, obwohl die Betreuungseinrichtungen für Gewaltopfer laut einer Studie jährlich mangels Platz und Personal bis zu 2000 Frauen abweisen müssen. Dennoch hat der Haushaltsausschuss am Dienstagabend beschlossen, 2017 nur 200 000 Euro mehr an die Häuser zu zahlen. Damit stagniert die Zuwendung bei rund 2,5 Millionen. Die SPD-Fraktion hatte gefordert, die Summe auf fünf Millionen Euro zu verdoppeln, weil der Studie zufolge die Hälfte aller schutzbedürftigen Frauen an den Pforten der Häuser abgewiesen werde. Bayern fördert 38 Frauenhäuser mit 343 Plätzen für Frauen und mehr als 400 Plätzen für Kinder. Seit Jahren seien diese "massiv unterfinanziert", beklagte die frauenpolitische Sprecherin der SPD, Simone Strohmayr.