Franken:Planschbecken-Schlitzer zerstört Dutzende Pools

  • Ein Planschbecken-Schlitzer sorgt in Franken seit sechs Jahren für Unruhe: Der unbekannte Täter hat mittlerweile fast 40 Pools aus Plastik zerstört.
  • Die Polizei will den Schlitzer nun mit einem speziell geschulten Beamten jagen.

Weinende Kinder, überflutete Gärten und ratlose Polizisten: Im nordbayerischen Münnerstadt wird die Sommerfreude bei vielen Familien derzeit erheblich getrübt. Ein unbekannter Serientäter schlitzt Schwimmbecken aus Plastik auf.

Dass es sich um einen Serientäter handelt, vermutet die Polizei vor allem aufgrund seiner Herangehensweise. "Es war immer ein recht langer Schnitt, mit dem er den Kindern die Freude genommen hat", sagt Polizeikommissar Alexander Benkert. "Er hat nicht einfach nur reingestochen"

Wie viele Planschbecken zerstört wurden

Seit sechs Jahren geht das nun so: Immer wieder im Sommer taucht der Planschbecken-Schlitzer auf. Fast 40 Pools hat er schon in Münnerstadt im Landkreis Bad Kissingen und der Umgebung zerstört. Auf dem Höhepunkt waren es vierzehn Planschbecken in einem Sommer.

Trotz dieser Regelmäßigkeit hat die Polizei bei der Suche nach dem Unbekannten noch immer keine Spur. Wie der Täter aussehen könnte, weiß sie bislang nicht. "Es hat ihn keiner der Betroffenen gesehen", sagt Benkert. Gefahr gehe von dem Täter aber sehr wahrscheinlich nicht aus. "Er hat sich spezialisiert auf Pools. Er wird sich nicht an Personen heranwagen."

Wie die Polizei den Täter fassen will

Im vergangenen Jahr atmeten die Menschen in Münnerstadt für ein paar wenige Monate auf: In jenem Sommer wurde zum ersten Mal seit langem kein Pool zerstört. "Vielleicht hat er da Urlaub gemacht", mutmaßt Benkert.

Nun ist der Poolschlitzer aber wieder da und hat in diesem Sommer bereits zwei Pools zerstört. Zuletzt schlug er wieder vor einer Woche zu. Der Schaden liegt inzwischen bei mehr als 4000 Euro.

Ein speziell geschulter Beamter hat deshalb die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Sollte der Schlitzer gefasst werden, droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren wegen Sachbeschädigung, sagt Benkert. "Aber dafür müssen wir ihn erst einmal bekommen."

© dpa/afp/mmo/infu
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