FrankenEine Frage der Idendidäd

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Klein, erfolgreich und ursprünglich wohl als Notstandsvariante gedacht: die Nürnberger Rostbratwurst.
Klein, erfolgreich und ursprünglich wohl als Notstandsvariante gedacht: die Nürnberger Rostbratwurst. Daniel Karmann/dpa

Warum nur sollte "Bratwursthaftigkeit" eine Schimpfvokabel sein? Im Norden Bayerns zuckt man da mit den Achseln. Die Zeitenwende ist dort längst eingeleitet: klares Bekenntnis zum Wurstimage!

Von Olaf Przybilla, Nürnberg

Natürlich schwant es auch Franken, was wohl gemeint sein könnte, wenn jemand kundtut, er wolle partout kein Chef mehr sein einer "Bratwurstbude". Und in Zeiten ärgster fränkischer Identitätskrisen hätte sich Deniz Yücel nach seiner Deklaration wider eine spezielle Form der "Bratwursthaftigkeit" vor Tribunalen im Norden Bayerns aufs Peinlichste befragen lassen müssen: Was denn bitte damit gemeint sein soll? Dass dies nicht passiert ist, lässt sich als Souveränitätsfortschritt deuten. Die Franken und die Wurst, das ist nicht nur eine amouröse Beziehung. Das ist auch eine Geschichte von allmählich wachsendem Selbstbewusstsein.

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